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Tandem 03G

  • Tandempartner*in 1: Gündüz, Elif
  • Tandempartner*in 2: Yilmaz, Rana

Entwurfsfassung Studienanalyse (freiwillig)

(1. Forschungsgegenstand und theoretische Verankerung)

2. Fragestellung und Forschungsperspektive

Die Fragestellungen besteht aus zwei Hauptfragen, welche in sechs Unterfragen gegliedert wurden. Diese Fragestellungen wurden sehr präzise und ausführlich ausgearbeitet und formuliert (vgl. Bäsler, 2019, S.59).

Außerdem ist die Entstehung der Fragestellung empirisch überprüfbar (vgl. Flick, 2009, S.43) , da sie sich auf die Ergebnisse von der quantitativ angelegten Studie von Biermann (2009) zum medialen Habitus von Lehramtsstudierenden stützt (vgl. Bäsler, 2019, S.11).

Besonders bedeutend ist, dass die Fragestellung derzeit gesellschaftlich sehr relevant ist (vgl. Flick, 2009, S. 38f), da in vielen Bereichen unseres Lebens, genau wie in pädagogischen Institutionen auch immer neue technische Mittel zum Einsatz kommen (wie zum Beispiel Zoom, Moodle etc.). Es ist also sehr nützlich den medialen Habitus zu erforschen, und mit neuen Studienergebnissen den Nutzen zu überarbeiten und zu optimieren.

Die Studie ist also von großem Nutzen, da angehende Lehrer/innen von den Studienergebnissen profitieren können (vgl. Bäsler, 2019, S.7).

Laut Flick (2009) sollen Fragestellungen nicht nur festlegen was genau bzw. Personengruppe untersucht wird, sondern auch welche Aspekte nicht von Bedeutung sind (S. 39). Der Fragestellung kann man entnehmen, dass Lehramtstudierende bzw. angehende Lehrer/innen berücksichtigt wurden (vgl. Bäsler, 2019, S.7), jedoch nennt Bäsler nicht in ihrer Studie wieso Sie andere Personengruppen nicht mit einbezieht.

Außerdem ist noch positiv anzumerken, dass Bäsler sehr ausführlich auf die die Bezeichnung ´medialer Habitus´ eingeht. Dabei berücksichtigt sie den Forschungsstand und macht auch deutlich, dass sie sich bei ihrer Forschungsarbeit auf die Definition von Kommer und Biermann (2012) bezieht (vgl. Bäsler, 2019, S. 10f).

3. Feldzugang und Annäherung an das Feld

Bäsler kommt aus der Fakultät der Geistes- und Bildungswissenschaften (vgl. Bäsler, 2009, Titelblatt) und hat Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik und -forschung studiert. Außerdem absolvierte sie ein Volontariat im Bereich Digitale Bildungsmedien (vgl. https://www.opend.org/author/sue-ann-baesler). Bei Ihrer Studie hat sie sich also mit einem Thema beschäftigt, welches sehr gut mit Ihrem Forschungsgebiet und Tätigkeitsfeld übereinstimmt.

Bäsler war also über Forschungslücken ihres Forschungsfeldes informiert und hat Ihre Studie dementsprechend ausgewählt. Sie kritisiert die Medienbildung die technische Ausstattung an deutschen Schulen und betont, dass es verbesserungsbedarf gibt (vgl. Bäsler, 2019, S.6).

Bäsler befragt für ihre Studie Lehramtsstudierende aus verschiedenen Universitäten aus fünf Städten (Köln, Passau, München, Hamburg und Koblenz-Landau) das heißt, dass sie keinen Einfluss auf die befragten Personen hat (vgl. Bäsler, 2019, S.56).

Die Autorin führte sowohl die Probeinterviews als auch die Interviews selbst durch (vgl. Bäsler, 2019, S. 63). Die Transkription der Interviews wurden noch externen und nicht-projektbezogenen Personen durchgeführt (vgl. Bäsler, 2019, S. 67). Es handelt sich bei dieser Studie um eine retrospektive Studie, wobei die Studiengruppe aus Probanden und Probandinnen aus Medienuniversitäten bestehen, und bei der Kontrollgruppe wurden Probanden und Probandinnen aus sogenannten Vergleichsuniversitäten befragt, welche im Gegensatzt zur Studiengruppe Fachfremd waren (vgl. Bäsler, 2019, S. 63).

4. Erhebungsverfahren

Die Autorin verwendet für die Erhebung der Daten das halb-offene Leitfadeninterview (vgl. Bäsler 2019, S. 62), weil sie eine flexible Interviewsituation erlauben, Fragen nicht nach einer festen Reihe folgen (ebd. S.65) und offen gestellt werden können (ebd., S.81).

In der ersten Phase wurden 10 Interviews der Medienuni (Proband/innen mit Medienbezug) telefonisch durchgeführt und als Audiodatei aufgezeichnet. (Bäsler 2019, S. 63).

In der zweiten Phase wurden sechs Interviews der Vergleichsuni (Proband/innen ohne Medienbezug) ebenfalls telefonisch absolviert (vgl. Bäsler, 2019, S. 63).

Das Interview beinhaltet vier Fragen und eine These auf die, die Befragten reagieren müssen (vgl. Bäsler 2019, S. 64). Die Fragen beziehen sich auf die Haupt- und Unterfragestellungen der Dissertation (vgl. ebd.). Das Interview startet mit einer Motivationsfrage (vgl. Bäsler 2019, S.65) und endet mit einer provokativen These, zu der die Befragten Stellung nehmen müssen (vgl. ebd.).

In Anlehnung an Mayring (2000, 2003, 2005, 2010) wurden als Erhebungsmethode die qualitative Inhaltsanalyse, das heißt qualitative Leitfaden-Interviews als Auswertungsinstrument herangezogen (vgl. Bäsler 2019, S. 7). Des Weiteren wurde das Ergebnis der qualitativen Inhaltsanalyse, durch ein induktiv ermitteltes Kategoriensystem entlang der Forschungsfragen gestaltet (vgl. ebd.).

5. Fixierung der Daten

Die Interviews, welche telefonisch geführten Interviews wurden, wurden im amr-Format aufgenommen. Die Videointerviews, welche via Skype aufgenommen wurden, wurden hingegen im mp3-Format festgehalten (vgl. Bäsler, 2019, S. 67).

Für die Transkription der Daten wurde das Programm f4 genutzt. Alle Audiodateien lagen im amr-Format vor und wurden für die Auswertung in das mp3-Format konvertiert (vgl. Bäsler, 2019, S.67).

6. Auswertungsverfahren und Interpretation

Als Auswertungsverfahren wurde die qualitative Inhaltsangabe nach Mayring (2000, 2003, 2005, 2010) als Maßstab genommen (vgl. Bäsler, 2019, S. 68f). Diese Methoden sind dafür bekannt, große Datenmengen systematisch und intersubjektiv nachvollziehbar auszuwerten (vgl. Mayring & Hurst, 2005). Diese Auswertungsmethode folgt einem sehr strengen Ablaufschema. Außerdem ist es mit dieser Methode möglich, ganze Textabschnitte zu interpretieren und auszuwerten (vgl. Bäsler, 2019, S. 62f). Auch auf das Prinzip der Nachvollziehbarkeit wird bei dieser Studie Rücksicht genommen und um es zu gewährleisten, hat sich Bäsler auf das eben beschriebene an das Ablaufschema gehalten (vgl. Bäsler, 2019, S.69).

Für die Interpretation werden die erhobenen Daten in mehrere Kategorien eingeteilt. Dabei bezieht Bäsler sich auf Saldana (2009) und hat sich dazu entschlossen ihre Fragestellungen in Ober- und Unterfragestellungen zu kategorisieren und auch die Ergebnisse in den selben Kategorien auszuwerten (vgl. Bäsler, 2019, S. 81).

Die Interpretation erfolgt in drei Schritten. Zuerst wird ein Überblick über alle Kategorien nach den Forschungsfragen verschafft. Anschließend erfolgt die Analyse aller Kategorien. Im letzten Schritt erfolgt die Analyse zwischen den Hauptkategorien (Bäsler, 2019, S.78).

Für die Auswertung bezieht Bäsler sich auch auf Kuckartz (2012), welcher beschreibt, dass eine Auswertung in Kategorien stattfinden muss. Eine Analyse soll also entlang der Hauptkategorien, der Zusammenhänge innerhalb dieser Kategorien, sowie zuletzt eine Analyse der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Kategorien vorgenommen werden (vgl. Bäsler, 2019,S. 94).

(7. Geltungsbegründung und Gütekriterien)

(8. Forschung als Diskurs)

Literatur

Bäsler, Sue-Ann (2019): Lernen und Lehren mit Medien und über Medien. Der mediale Habitus und die Ausbildung medienpädagogischer Kompetenz bei angehenden Lehrkräften. Berlin: Universitätsverlag.

Flick, Uwe (2009): Sozialforschung. Methoden und Anwendungen. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Hamburg. S. 307-315.

Flick & von Kardoff & Steinke (2013): Qualitative Forschung. 10. Auflage. Hamburg: Rowohlt. S. 319-331.

Mayring, Philipp & Hurst, Alfred (2005): Qualitative Inhaltsanalyse. In L. Mikos & C. Wegener (Hrsg.): Qualitative Medienforschung. Ein Handbuch (S. 436–444) Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH.

Mayring, Philipp (2010): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. 11., aktualisierte Auflage. Weinheim und Basel: Beltz-Verlag.

https://www.opend.org/author/sue-ann-baesler (Stand: 20.06.2021).


Endfassung Studienanalyse (verpflichtend)

1. Forschungsgegenstand und theoretische Verankerung

In der Forschungsarbeit „Lernen und Lehren mit Medien und über Medien. Der mediale Habitus und die Ausbildung medienpädagogischer Kompetenz bei angehenden Lehrkräften“ von Sue-Ann Bäsler dienen die Konzeption der „medienpädagogischen Kompetenz“ nach Blöemke (2000), und die des „medialen Habitus“ nach Kommer und Biermann (2012) als Forschungsbasis und Ausgangspunkt der Fragestellungen (vgl. Bäsler, 2019, S.9).

Die Autorin untersucht in der Studie „…ob und inwiefern sich medienpädagogische Ausbildung im Rahmen der universitären Lehrkräftebildung einerseits und der mediale Habitus von Lehramtsstudierenden andererseits gegenseitig bedingen und damit einhergehend eine Formung des medialen Habitus stattfinden kann“ (Bäsler, 2019, S. 59).

2. Fragestellung und Forschungsperspektive

Die Fragestellungen besteht aus zwei Hauptfragen, welche in sechs Unterfragen gegliedert wurden. Diese Fragestellungen wurden sehr präzise und ausführlich ausgearbeitet und formuliert (vgl. Bäsler, 2019, S.59). Außerdem ist die Entstehung der Fragestellung empirisch überprüfbar (vgl. Flick, 2009, S.43), da sie sich auf die Ergebnisse von der quantitativ angelegten Studie von Biermann (2009) zum medialen Habitus von Lehramtsstudierenden stützt (vgl. Bäsler, 2019, S.11). Besonders bedeutend ist, dass die Fragestellung derzeit gesellschaftlich sehr relevant ist (vgl. Flick, 2009, S. 38f), da in vielen Bereichen unseres Lebens, genau wie in pädagogischen Institutionen auch immer neue technische Mittel zum Einsatz kommen (wie zum Beispiel Zoom, Moodle etc.). Es ist also sehr nützlich den medialen Habitus zu erforschen, und mit neuen Studienergebnissen den Nutzen zu überarbeiten und zu optimieren.

Laut Flick (2009) sollen Fragestellungen nicht nur festlegen was genau bzw. welche Personengruppen untersucht werden, sondern auch welche Aspekte nicht von Bedeutung sind (S. 39). Der Fragestellung kann man entnehmen, dass Lehramtsstudierende bzw. angehende Lehrer/innen berücksichtigt wurden (vgl. Bäsler, 2019, S.7), jedoch nennt die Autorin der Forschungsarbeit nicht in ihrer Studie, wieso sie andere Personengruppen nicht mit einbezieht.

Außerdem ist noch positiv anzumerken, dass Bäsler sehr ausführlich auf die die Bezeichnung ´medialer Habitus´ eingeht. Dabei berücksichtigt sie den Forschungsstand und macht auch deutlich, dass sie sich bei ihrer Forschungsarbeit auf die Definition von Kommer und Biermann (2012) bezieht (vgl. Bäsler, 2019, S. 10f). Die Studie ist also von großem Nutzen, da angehende Lehrer/innen von den Studienergebnissen profitieren können (vgl. ebd., S.7).

3. Feldzugang und Annäherung an das Feld

Bäsler kommt aus der Fakultät der Geistes- und Bildungswissenschaften (vgl. Bäsler, 2019, Titelblatt) und hat Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik und -forschung studiert. Außerdem absolvierte sie ein Volontariat im Bereich Digitale Bildungsmedien (vgl. https://www.opend.org/author/sue-ann-baesler). Bei Ihrer Studie hat sie sich also mit einem Thema beschäftigt, welches sehr gut mit Ihrem Forschungsgebiet und Tätigkeitsfeld übereinstimmt. Bäsler war also über Forschungslücken ihres Forschungsfeldes informiert und hat Ihre Studie dementsprechend ausgewählt. Sie kritisiert die Medienbildung die technische Ausstattung an deutschen Schulen und betont, dass es verbesserungsbedarf, gibt (vgl. Bäsler, 2019, S.6).

Bäsler befragt für ihre Studie Lehramtsstudierende aus verschiedenen Universitäten aus fünf Städten (Köln, Passau, München, Hamburg und Koblenz-Landau) das heißt, dass sie keinen Einfluss auf die befragten Personen hat (vgl. Bäsler, 2019, S.56). Die Autorin führte sowohl die Probeinterviews als auch die Interviews selbst durch (vgl. Bäsler, 2019, S. 63).

Es handelt sich bei dieser Studie um eine retrospektive Studie, wobei die Studiengruppe aus Probanden und Probandinnen aus Medienuniversitäten bestehen, und bei der Kontrollgruppe wurden Probanden und Probandinnen aus sogenannten Vergleichsuniversitäten befragt, welche im Gegensatz zur Studiengruppe Fachfremd waren (vgl. Bäsler, 2019, S. 63). Die Transkription der Interviews wurden von externen und nicht-projektbezogenen Personen durchgeführt (vgl. Bäsler, 2019, S. 67).

4. Erhebungsverfahren

Die Autorin verwendet für die Erhebung der Daten das halb-offene Leitfadeninterview (vgl. Bäsler 2019, S. 62), weil sie eine flexible Interviewsituation erlauben, Fragen nicht nach einer festen Reihe folgen (ebd., S.65) und offen gestellt werden können (ebd., S.81).

In der ersten Phase wurden 10 Interviews der Medienuni (Proband/innen mit Medienbezug) telefonisch durchgeführt und als Audiodatei aufgezeichnet (vgl. Bäsler, 2019, S. 63). In der zweiten Phase wurden sechs Interviews der Vergleichsuni (Proband/innen ohne Medienbezug) ebenfalls telefonisch absolviert (vgl. ebd.).

Das Interview beinhaltet vier Fragen und eine These auf die, die Befragten reagieren müssen (vgl. Bäsler 2019, S. 64). Die Fragen beziehen sich auf die Haupt- und Unterfragestellungen der Dissertation (vgl. ebd.). Das Interview startet mit einer Motivationsfrage (vgl. Bäsler, 2019, S.65) und endet mit einer provokativen These, zu der die Befragten Stellung nehmen müssen (vgl. ebd.).

In Anlehnung an Mayring (2010) wurden als Erhebungsmethode die qualitative Inhaltsanalyse, das heißt qualitative Leitfaden-Interviews als Auswertungsinstrument herangezogen (vgl. Bäsler 2019, S. 7). Des Weiteren wurde das Ergebnis der qualitativen Inhaltsanalyse, durch ein induktiv ermitteltes Kategoriensystem entlang der Forschungsfragen gestaltet (vgl. ebd.).

5. Fixierung der Daten

Die Interviews, welche telefonisch geführten Interviews wurden, wurden im amr-Format aufgenommen. Die Videointerviews, welche via Skype aufgenommen wurden, wurden hingegen im mp3-Format festgehalten (vgl. Bäsler, 2019, S. 67).

Für die Transkription der Daten wurde das Programm f4 genutzt. Alle Audiodateien lagen im amr-Format vor und wurden für die Auswertung in das mp3-Format konvertiert (vgl. Bäsler, 2019, S.67).

6. Auswertungsverfahren und Interpretation

Als Auswertungsverfahren wurde die qualitative Inhaltsangabe nach Mayring (2010) als Maßstab genommen (vgl. Bäsler, 2019, S. 68f). Diese Methoden sind dafür bekannt, große Datenmengen systematisch und intersubjektiv nachvollziehbar auszuwerten (vgl. Mayring & Hurst, 2005). Diese Auswertungsmethode folgt einem sehr strengen Ablaufschema. Außerdem ist es mit dieser Methode möglich, ganze Textabschnitte zu interpretieren und auszuwerten (vgl. Bäsler, 2019, S. 62f). Auch auf das Prinzip der Nachvollziehbarkeit wird bei dieser Studie Rücksicht genommen und um es zu gewährleisten, hat sich Bäsler auf das eben beschriebene an das Ablaufschema gehalten (vgl. ebd., S.69).

Für die Interpretation werden die erhobenen Daten in mehrere Kategorien eingeteilt. Dabei bezieht Bäsler (2019) sich auf Saldana (2009), und hat sich dazu entschlossen ihre Fragestellungen in Ober- und Unterfragestellungen zu kategorisieren und auch die Ergebnisse in denselben Kategorien auszuwerten (vgl. Bäsler, 2019, S. 81). Außerdem erfolgt die Interpretation in drei Schritten. Zuerst wird ein Überblick über alle Kategorien nach den Forschungsfragen verschafft. Anschließend erfolgt die Analyse aller Kategorien. Im letzten Schritt erfolgt die Analyse zwischen den Hauptkategorien (vgl. ebd., S.78).

7. Geltungsbegründung und Gütekriterien

Maßgebliche Kriterien der quantitativen Forschung sind die Reliabilität, Objektivität und Validität. Diese lassen sich auch als Kriterien für die qualitative Forschung übertragen (vgl. Steinke, 2013, S. 319f). Auch in der sozialwissenschaftlichen Forschung sind vor allem die Validität (Gültigkeit) und Reliabilität (Zuverlässigkeit) als Gütekriterien von großer Bedeutung (vgl. Mayring, S. 210, S.116), welche auch Bäsler in ihrer Forschungsarbeit gewählt hat (vgl. Bäsler, S. 2019, S. 76).

Bei dem Gütekriterium der Validität wurde in der Studie Bäslers das sogenannte Außenkriterium angewendet. Das bedeutet, dass bereits bestehende Untersuchungsergebnisse, die im engen Kontext mit dem Forschungsgegenstand stehen, verglichen und als Grundlage verwendet werden (vgl. Bäsler, S. 2019, S. 76).

8. Forschung als Diskurs

Abschließend stellt die Autorin Fragen an ihre eigene Forschungsarbeit, um aufzuklären, ob und inwiefern sie die Forschungsfragen durch die Studie beantworten konnte (vgl. Bäsler 2019, S. 189). Des Weiteren macht Bäsler (2019) darauf aufmerksam, dass es noch viele offene Fragen zum medialen Habitus und zur Entwicklung von Lehrkräften zu beantworten gibt (S. 198ff). Es handelt sich also um ein sehr aktuelles Themengebiet, welches immer aufs Neue erforscht werden muss, da es einen bedeutenden Einfluss auf die Lehrkräftebildung hat (vgl. Bäsler, 2019, S. 201).

Für die weiterführende Forschung ergeben sich theoretische Implikationen. Aus diesem Grund vertritt Bäsler die Meinung, dass ein „längsschnittliches Forschungsdesign“ (Bäsler, 2019, S. 190f) notwendig ist, um die Proband/innen erneut zu befragen und zu beobachten. Eine Methode dafür ist zum Beispiel die Onlinebefragung (ebd., S. 190f). Bäsler hält es auch für sinnvoll, dass beispielsweise ein ´Standartmodell zur Erfassung medialer Habitustypen´ entwickelt wird (vgl., ebd. S. 191).

Literatur

Bäsler, Sue-Ann (2019): Lernen und Lehren mit Medien und über Medien. Der mediale Habitus und die Ausbildung medienpädagogischer Kompetenz bei angehenden Lehrkräften. Berlin: Universitätsverlag.

Flick, Uwe (2009): Sozialforschung. Methoden und Anwendungen. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Hamburg. S. 307-315.

Flick & von Kardoff & Steinke (2013): Qualitative Forschung. 10. Auflage. Hamburg: Rowohlt. S. 319-331.

Mayring, Philipp & Hurst, Alfred (2005): Qualitative Inhaltsanalyse. In L. Mikos & C. Wegener (Hrsg.): Qualitative Medienforschung. Ein Handbuch (S. 436–444) Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH.

Mayring, Philipp (2010): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. 11., aktualisierte Auflage. Weinheim und Basel: Beltz-Verlag.

https://www.opend.org/author/sue-ann-baesler (Stand: 20.06.2021).


Feedback

Diskussion

Paulina Kempf, 2021/06/22 14:10, 2021/06/22 14:10

Die Inhalte der Studie sind plausibel und verständlich aufgeführt. Zu Beginn (Abschnitt 1) wäre es evtl. gut, noch die Fragestellung der Studie sowie den Aufbau der Fragestellung näher zu definieren. Die Belege anhand anderer Literatur (Flick,…) sollten noch ergänzt werden.

Liebe Grüße :)

Louisa Karle, 2021/06/22 14:14

Punkt 2 gut gegliedert und ausformuliert. Punkt 3 sollte eventuell nochmals überarbeitet werden, da einige Aspekte eher Punkt 2 zuzuordnen sind. Punkt 5 könnte noch etwas ausführlicher bearbeitet werden. :)

Jennifer Nandzik, 2021/06/22 14:17

Im Großen und Ganzen ist die Analyse gut verständlich und ausführlich. Allerdings wiederholt ihr euch unter 2. öfter (die Studie ist relevant, sie ist nützlich, sie ist von Nutzen)

Franziska Dücker, 2021/06/22 14:27

Die Analyse ist gut strukturiert. Man könnte sich noch überlegen ab dem Abschnitt 3 ein paar Belege von der Grundliteratur hinzuzufügen.

Anna-Lena Mensch, 2021/06/22 14:50

2.3 Würde das nicht besser zu den Gütekriterien und Relevanz passen? 2.6 Hat finde ich nicht wirklich Relevanz für die Analyse 3.4 Gehört denke ich eher zum Erhebungsverfahren 4+5 Sehr viel beschrieben anstatt zu vergleichen und zu analysieren Alles in allem: Ist schön formuliert aber leider denke ich zu wenig analysiert

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