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Tandem 08

  • Tandempartner*in 1: Walter, Lina
  • Tandempartner*in 2: Ziani, Samya

Entwurfsfassung

Verhältnis Theorie-Gegenstand

Die Studie von Sabine Stein: „ Professionalisierung zwischen Schule und Hochschule“, ist eine „Empirische Studie über reflexive Lehrerbildung“. Sie wurde im Jahre 2005 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg veröffentlicht. Laut Sabine Stein war das Ziel ihrer Arbeit: „qualitativ-empirische Einblicke in die Alltagspraxis, die Deutungsarbeit und die berufsbezogenen Partizipationen von Lehramts- studierenden zu gewinnen.“ (Vgl. Stein 2005, S. 399). Außerdem soll die vorliegende Studie alltägliche Bildungsprozesse, die zu beobachten sind beschreiben und erklären. (Vgl. Stein, 2005, S. 5)

Fragestellung, Forschungsperspektiven

Die vorliegende Studie von Sabine Stein trägt den Titel „Professionalisierung zwischen Schule und Hochschule“ Sabine Stein hat langjährige Berufserfahrungen vorzuweisen und arbeitet als Lehrkraft an einer Hochschule. Laut Flick hängt die Fragestellung mit der Persönlichen Biografie sowie den Interessen des Forschers und „seine Einbindung in bestimmte soziale oder historische Kontexte.“ zusammen (vgl. Flick 2002, S. 78). Das ist durchaus bei Sabine Stein zu erkennen, da sie die Fragestellung durch ihr Interesse an diesem Thema und durch ihre Erfahrungen formuliert. Die Studie von Stein ist eine Qualitative Forschung und hat das Ziel „den berufsbezogenen Habitus von Lehramtstudierenden mit Blick auf aktuelle Professionsforderung zu untersuchen“ (Vgl. Stein 2005, S.12). Der Fragehorizont orientiert sich an die Perspektive der Studierenden.

Mehrere Fragestellungen nennen und bewerten mit hilfe von Flick ab S.78 das gelbe Buch

Eine gut ausgewählte Fragestellung basiert auf verschiedenen Kriterien. Sie sollte stimmig sein, klar formuliert und verständlich sein und sie sollte mit den zu Verfügung gestellten Mittel zu beantworten sein. (Vgl. Flick 2002, S. 84) Wenn diese Kriterien erfüllt sind, entsteht ein stimmiges Forschungsdesign was bei Sabine Stein zusehen ist. Sie formuliert direkt am Anfang von ihrem Kapitel „Der Aufbau der Arbeit“ in einem Satz klar und verständlich was das Ziel der Studie ist. (statt Ziel eher Fragestellung) (Vgl. Stein 2005, S. 12)

Annäherung ans Feld

Bei einer qualitativen Forschung - wie in diesem Fall - ist der Zugang zum untersuchten Feld nach Flick intensiver und dichter. Sabine Stein nimmt innerhalb des Feldes die Rolle als Institutionsangehörige und Hochschuldozentin, Forscherin und Supervisionsleiterin ein (vgl. Stein 2005, S.54). Die Problematik hierbei ist jedoch, wie die Forscherin ihre Probanden am besten dazu bewegen kann, engagiert teil zu nehmen, da dies die Greifbarkeit der Daten beeinflusst. Hierbei spielt die Person des Forschers eine besondere Bedeutung, denn das Ergebnis ihrer Forschung, hängt von der Art ihrer Rolle ab (vgl. Flick 2002, S.86-87). Außerdem wird zum Schulpraktikum ein Begleitseminar angeboten, welches sie persönlich leitet, um eine vertraute Beziehung herzustellen. Sie hielte während des gesamten Forschungszeitraums Kontakt zu den Lehramtstudierenden und untersucht deren studentischen Alltagspraxis (vgl. Stein 2005, S. 62). „Die Studie bietet insgesamt eine Theoriebildung (der Forscherin) über die Theoriebildung von Lehramtsstudierenden und ist in diesem Sinne als eine Art „Meta-Forschung“ zu verstehen“ (Stein 2005, S. 12).

Sammlung der Daten

Sabine Stein wählt in ihrer Arbeit die empirische Studie, welche durch Audioaufzeichnungen (direkte Daten), Sitzungsprotokolle, Gruppendiskussionen, Partnerinterviews und durch Reflektionsmails der Studierenden, sowie mit Hilfe einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin durch teilnehmende Beobachtung festgehalten wird (Vgl. Stein, 2005, S.58, vgl. Stein S. 264). Die Autorin verschafft sich zu allererst einen Überblick über die Teilnehmer/innen. Es wird ein Begleitseminar zum Schulpraktikum als Erhebungssetting vorgestellt. Das Seminar wird doppelt durchgeführt mit jeweils 11 Studierenden pro Gruppe. Die Studierenden können so eigenständig arbeiten und in Gruppendiskussionen erarbeitetes reflektieren und besprechen. Die Zielgruppe wird auf Real- und Hauptschulstudierende begrenzt und aufgrund der Nachfrage werden auch Förderschulstudierende aufgenommen. Vor und nach dem vierwöchigen Praktikum treffen sich die Gruppen während des Praktikums wöchentlich für einen Nachmittag. (ABÄNDERN!!!) Gleichzeitig werden die Gespräche bei dem Begleitseminar aufgezeichnet. Flick stellt hier das Problem gegenüber der Natürlichkeit dar. Dadurch, dass ein Kassettenrecorder die Gespräche aufzeichnet, könnte das Ergebnis verfälscht werden, da alle Anwesenden über das Aufzeichnen informiert sind. Jeder möchte ein gutes Bild abgeben, was zu einer gewissen Unnatürlichkeit führen kann. ( Vgl. Flick S. 187) (WELCHES JAHR??). Es ist also eine Herausforderung, dass alle Anwesenden so vertieft in das Projekt sind, dass der Kassettenrekorder in Vergessenheit gerät

Sabine Stein analysiert die Methoden der Datendokumentation und schreibt ein Forschungstagebuch, sowie vielfältige Feldnotizen indem sie wichtige Daten festhält (sekundäres Datenmaterial) (vgl. Stein, 2005, S.70). Anschließend geht sie auf die Reflektion der Forschungsbeziehung ein, da diese die Untersuchung beeinflusst. Zuletzt werden die Gruppendiskussionen und die teilnehmende Beobachtungen erläutert. Diese bilden die Makromethoden der Erhebung (vgl. Stein, 2005 S.57). (AUCH ABÄNDERN! )

Fixierung der Daten

In der Studie werden die erhobenen Daten in mittelbare Daten und direkte Daten unterteilt. Die Unterscheidung bezieht sich dabei auf den Entstehungsprozess. Die direkten Daten wurden der Interpretation zugeführt und die mittelbaren Daten, sind Daten die zusätzlich Transformiert wurden. (vgl. Stein 2005, S. 69) Die Daten stammen sowohl von den Seminarsitzungen als auch und von den Blocktagen vor und nach dem Praktikum (vgl. Stein, 2005, S. 69). Durch sowohl die Audio und Videoaufnahmen, als auch durch die Notizen der Forschenden werden die Daten aufgezeichnet. „Die Dokumentation muss dazu genau genug sein, um Strukturen darin noch freilegen zu können (…) laut Flick. (Vgl. Flick 2002, S. 256). Sabine Stein hat dies befolgt und demnach „(…) alle Texte, Transkripte und Kodierungen kontrolliert, korrigiert und durch „eigene“ Memos ergänzt.“ ( Vgl. Stein, 2005, S. 77). Die Unterteilung der Daten sieht folgendermaßen aus:

Die direkten Daten:

• Audioaufzeichnungen • Beobachtungsprotokolle • „Reflexionsmails“ • Forschungstagebuch • Sonstige Daten

Die Mittelbaren Daten:

• Transkripte • „Chronoscripts“ • Metaphern, „Compacts“ und Themenkataloge • „Memos“

Unter den Punkt „Sonstige Daten“ fallen die Praktikumsberichte, zu denen die Studierenden verpflichtet waren und die Nachtreffen, welche mehrstündlich stattfanden und zum Forschungsaustausch dienten. (Vgl. Stein, 2005, S.70)

Interpretation der Daten

In der Studie von Sabine Stein geht die Interpretation aus den gewonnen Daten hervor, in dem die Daten analysiert und anschließend die Zusammenhänge interpretiert werden. Daraus ergibt sich das Hauptmaterial der Auswertung aus den Transkripten der Audioaufzeichnungen (vgl. Stein, 2005, S.71). Auch nach Flick bezieht sich die Interpretation auf die direkten Daten und stellt dabei die eigentliche Analyse dar (vgl.Flick 2009, S.167).

Als Grundlage für die Auswertung, verwendet Sabine Stein die Grounded Theory. Der Fokus liegt hierbei auf die ausgiebige Ausarbeitung der Interpretation und Datenanalyse (Vgl. Stein 2005, S. 72). Sabine Stein orientiert sich außerdem an die Grundregel der Grounded Theory, diese lautet: „[…]die Datenbasis der Interpretation sehr genau zu explizieren“ (Stein, S.69), da dies eine sichere Vorgehensweise bei der Auswertung der Daten verspricht.

Um vorschnelle Verstädnisse und Aussagen zu vermeiden, ist das kontrollierte Vorgehen beim Kodieren von Vorteil (vgl. Stein, S. 74). Wie Tandem 20 bereits beschrieben hat (Stand: 07.06.2017 um 11:10) weicht Im Schritt der selektiven Kodierung, “[…] Stein jedoch von dem üblichen Vorgehen ab und fertig erneut Transkripte an und wertet diese aus. Dies wird durch die notwendige Absicherung der hohen kritischen Konzentration der Kernkategorie begründet.“

Geltungsbegründung

Sabine Stein verwendet ein computergeschützte Vorgehen bei der Auswertung, welches eine Möglichkeit für die Qualitätssicherung darstellt(vgl. Stein, S.78). In mehreren Schritten werden die Daten inventarisiert, kodiert und verglichen. Hiermit können mit Hilfe der Datenmanagement-Software „MaxQda, “ umfangreiche Daten verwaltet, diverse Textgruppen gegliedert oder an quantitative Aspekte wie Häufigkeitsverteilung angeknüpft werden. Außerdem werden Programmtexte kodiert, Memos zusammengesetzt und die Codes hierarchisiert dargestellt (vgl. Stein, 2005, S.78). Eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin begleitet über den gesamten Zeitraum die Autorin. Sabine Stein tauscht ihre Daten in Gesprächen mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin, anderen Forschenden aus dem „Arbeitskreis Interpretationswerkstatt“, sowie auch mit den Teilnehmenden aus (vgl. Stein, S. 77). Die Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlichen Mitarbeitern dient dazu Vorurteile zu vermeiden und die Ergebnisse der Studie zusätzlich zu überprüfen. Die zusätzliche Überprüfung spielt bei der Qualitätssicherung eine zentrale Rolle, um Glaubwürdigkeit und Überinstimmung zu erzielen (vgl. Stein, S.77). Sabine Stein erläutert, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Forschern und Untersuchten eine Vertrauensbildung erfordert, die den Verlauf der Untersuchung beeinflusst (vgl. Stein S. 53). Auch nach Flick wird die Kommunikation, Interpretation und Deutung als Voraussetzung der Forschung gesehen (vgl. Flick 2009, S. 271).

Forschung als Diskurs

Unter diesem Punkt sind verschiedene Prozesse zu verstehen, indem die Interviews für den Beforschten fassbar gemacht werden. Hierzu fällt unter anderem die Rückmeldung nach Abschluss der Erhebung oder auch ein Feedback für den Befragten nach der Interpretation der Daten bzw. nach Abschluss der Forschung (Vgl. Flick, 1995, S. 170).

Sabine Stein pflegte den Kontakt zu den Studierenden und es kamen einige Unterhaltungen auf formeller und informeller Ebene zustande, wie in der Cafeteria oder auch während den Lehrveranstaltungen. (Vgl. Stein 2005, S. 62) Das Forschungshandeln wollte Stein möglichst Transparent halten und die Studierenden hatten Einblick in die Daten. Außerdem wurden Hypothesen mit ihnen besprochen, was zu einer sogenannten „kooperativen Forschung“ führte. (Vgl. Stein 2005, S. 63). Die Studierenden konnten ihre Praktikumserfahrungen via Reflexionsmails teilen, was zur Folge hatte das die Reflexionsmails die interne Gültigkeit der Daten erhöhten und „(…) Rückschlüsse über Verstehensprozesse und Relevanzsetzungen.“ erlaubten. (Vgl. Stein, 2005, S.63)

Literatur

  • Flick, Uwe: „Sozialforschung. Methoden und Anwendungen Ein Überblick für die BA Studiengänge“. Rowohlt Taschenbuchverlag. Hamburg (2014).
  • Flick, Uwe: „Sozialforschung. Methoden und Anwendungen Ein Überblick für die BA Studiengänge“. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Hamburg (2009).
  • Flick, Uwe: Qualitative Sozialforschung; Eine Einführung. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Hamburg (2002)
  • Stein, Sabine (2005): Professionalisierung zwischen Schule und Hochschule. Eine empirische Studie über reflexive Lehrerbildung. Freiburg.

Zweiter Text: Begründete Einschätzung anderer Analysen

Ranking: 1. Platz, 2. Platz, 3. Platz, 4. Platz (jeweils Tandem-Nummer eintragen)

Tandem 26, Platz 1

Tandem 20, Platz 2

Tandem 01, Platz 3

Tandem 16, Platz 4

Tandem 26

Tandem 26 hat in ihrer Analyse den Punkt „Fragestellung und Forschungsperspektive“ sehr ausführlich erarbeitet. Der persönliche Zugang der Autorin zu dieser Forschung sowie zum Feld wurde angemessen berücksichtigt und genannt. Bei dem Abschnitt „Fragestellung und Forschungsperspektive“ wurden alle Inhalte gut und sehr verständlich dargestellt und bei den Punkten „Annährung ans Feld“, „Sammlung der Daten“ und „Interpretation der Daten“ wurden die wichtigsten Aspekte genannt. Die Analyse ist durch ihre verständliche und gute Formulierung sehr angenehm und einleuchtend zu lesen. Außerdem wurde im laufe der Analyse immer wieder Bezug zu Flick genommen was uns ebenso sehr gut gefallen hat.

Tandem 16

Tandem 16 ist bei uns auf Platz 4. In der Analyse ist zwar der rote Faden erkennbar, trotzdem ist die ganze Analyse für uns etwas schwierig zu lesen. Die Abschnitte „Fragestellung“ und „Annäherung ans Feld“ sollten unserer Meinung nach nochmal überarbeitet und korrigiert werden, da sie wenig verständlich waren und viele Fragen aufwerfen. Außerdem könnte der Punkt „Fixierung der Daten“ unserer Meinung nach etwas ausführlicher sein, denn er wurde sehr oberflächlich bearbeitet. Der Punkt „Sammlung der Daten“ hingegen wurden besser ausgearbeitet. Ein weiterer Kritikpunkt unserer Seite aus ist, dass uns der Bezug zu Flick fehlt. Anhand der Literaturangabe am Ende der Analyse wird klar das das Buch Flick benutzt wurde aber in der Analyse selbst erkennt man nichts davon. Außerdem fehlt bei der Literaturangabe die Studie von Stein. Sie ist die Hauptliteratur und sollte angegeben werden. Die Quellenangaben an den Satzenden werden nur mit Seitenzahlen angegeben. Ob sich das geschriebene auf Flick oder die Studie bezieht, wird so nicht deutlich. Was uns ebenso aufgefallen ist, dass das Tandem 16 viel Kritik an Stein ausübt, was sich schon negativ bemerkbar macht. Die Sprache entwickelt sich an manchen Punkten auf hohem wissenschaftlichen Niveau, ist allerdings oft unpassend und zu kompliziert verfasst.

Tandem 20

Den 2. Platz vergeben wir an Tandem 20. Sehr Positiv anzumerken ist der Schreibstil. Die Analyse ist sehr verständlich und einfach geschrieben, man kommt beim Lesen gut mit und die Analyse weist somit einen roten Faden auf. An dieser Studienanalyse hat uns gut gefallen, dass die Verfasser durchgängig Bezug zu Flick genommen haben. Positiv hervorzuheben sind folgende Punkte „Fragestellung“ und „Interpretation der Daten“. Beide Punkte wurden sehr ausführlich ausgearbeitet. Der Abschnitt „Annäherung ans Feld“ ist etwas oberflächlich geschrieben und könnte etwas tiefgreifender sein. Im Großen und Ganzen hat uns die Analyse sehr gut gefallen.

Tandem 01

Tandem 01 hat am Anfang der Analyse eine Einleitung eingebaut, was für den Leser ein netter Einstieg ist. Man liest direkt worum es geht. Die Analyse ist wirklich gut und verständlich ausgeführt und lässt sich gut lesen. Ein Kritikpunkt unserer Seite aus ist, dass Flick durchaus genannt wird, allerdings hätte Flicks Herangehensweise konkreter erläutert werden können. Außerdem könnten die Punkte „Annäherung ans Feld“ und „Sammlung der Daten“ unserer Meinung nach etwas ausführlicher sein da sie nicht ganz einleuchtend waren.

Dritter Text: Endfassung

Einleitung

Verhältnis Theorie-Gegenstand

Fragestellung, Forschungsperspektiven

Annäherung ans Feld

Sammlung der Daten

Fixierung der Daten

Interpretation der Daten

Geltungsbegründung

Forschung als Diskurs

Literatur

  • Flick, Uwe. „Sozialforschung. Methoden und Anwendungen Ein Überblick für die BA Studiengänge“. Hamburg.(2014)

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