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lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:nader:tandem45

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lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:nader:tandem45 [2017/09/15 23:23]
tandem45b [Fragestellung, Forschungsperspektiven]
lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:nader:tandem45 [2020/11/04 21:41] (aktuell)
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 Um die erste Annäherung an das Feld zu bekommen, befasst sich Nader mit den Erinnerungen der ehemaligen Volksschülern und einer Literaturrecherche, diese dient der allgemeinen Grundorientierung von Nader.  Um die erste Annäherung an das Feld zu bekommen, befasst sich Nader mit den Erinnerungen der ehemaligen Volksschülern und einer Literaturrecherche, diese dient der allgemeinen Grundorientierung von Nader. 
-Durch die Methoden der Oral History Technik und der Biografieforschung, sowie relevanter Studien, die Erinnerungen in Bezug zu den österreichischen Volksschulen diskutieren, kann relevantes Wissen über die Institution angeführt werden. Dadurch kommt es zu einer regionalen Eingrenzung des Forschungsfeldes( Vgl. Nader 2016). Flick definiert das Mixed-Method-Design als Gegensätzlichkeit zu der qualitativen und quantitativen Forschung (vgl. Flick 2009). „Unter Oral History ist zunächst eine besondere Art der Beschaffung und Verarbeitung von Quellen zu verstehen. Dies kann uns über Erfahrungs-und Lebensbereiche Auskunft geben, die der historischen Analyse und Betrachtung 2 Erinnerungen 33 bisher weitgehend entzogen waren, da traditionelle Quellen darüber nur in der Brechung durch Drittwahrnehmung berichten“ (Schaffner 1988: 344 zitiert nach Nader 2016: 32f.). Um einen Zugang zum Feld zubekommen, wählt Nader zwei empirische Methoden. Er beginnt mit einer qualitative, narrative Interviewserie, dadurch werden die induktiven Erinnerungskategorien inhaltsanalytisch ausgearbeitet. Darauf folgt eine quantitative Einführung in den Problemkreis der Untersuchung, welche die induktiv entstandenen Annahmen ergänzt und auch prüft. Durch die gewählten Samplings kann der zeitliche Verlauf über die vergangenen neun Jahrzehnte dargestellt werden( Vgl. Nader 2016). +Durch die Methoden der Oral History Technik und der Biografieforschung, sowie relevanter Studien, die Erinnerungen in Bezug zu den österreichischen Volksschulen diskutieren, kann relevantes Wissen über die Institution angeführt werden. Dadurch kommt es zu einer regionalen Eingrenzung des Forschungsfeldes(vgl. Nader 2016, S.24). Flick definiert das Mixed-Method-Design als Gegensätzlichkeit zu der qualitativen und quantitativen Forschung (vgl. Flick 2009, S.132). „Unter Oral History ist zunächst eine besondere Art der Beschaffung und Verarbeitung von Quellen zu verstehen. Dies kann uns über Erfahrungs-und Lebensbereiche Auskunft geben, die der historischen Analyse und Betrachtung 2 Erinnerungen 33 bisher weitgehend entzogen waren, da traditionelle Quellen darüber nur in der Brechung durch Drittwahrnehmung berichten“ (Schaffner 1988: 344 zitiert nach Nader 2016: 32f.). Um einen Zugang zum Feld zubekommen, wählt Nader zwei empirische Methoden. Er beginnt mit einer qualitative, narrative Interviewserie, dadurch werden die induktiven Erinnerungskategorien inhaltsanalytisch ausgearbeitet. Darauf folgt eine quantitative Einführung in den Problemkreis der Untersuchung, welche die induktiv entstandenen Annahmen ergänzt und auch prüft. Durch die gewählten Samplings kann der zeitliche Verlauf über die vergangenen neun Jahrzehnte dargestellt werden(vgl. Nader 2016, S.16). 
 „Bei der Betrachtung der quantitativen Ergebnisse sind sowohl Unterschiede von Interesse, als auch die Suche nach nicht signifikanten Ergebnissen. So lässt sich der „harte Kern“ von Volksschulerinnerungen fassen, der unabhängig von der jeweiligen Zeit, den gesellschaftlichen Entwicklungen und den schulpolitischen Entscheidungen der Volksschule inhärent ist“ (Nader 2016, 18). „Bei der Betrachtung der quantitativen Ergebnisse sind sowohl Unterschiede von Interesse, als auch die Suche nach nicht signifikanten Ergebnissen. So lässt sich der „harte Kern“ von Volksschulerinnerungen fassen, der unabhängig von der jeweiligen Zeit, den gesellschaftlichen Entwicklungen und den schulpolitischen Entscheidungen der Volksschule inhärent ist“ (Nader 2016, 18).
 ==== Sammlung der Daten==== ==== Sammlung der Daten====
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 Für die Datengewinnung wurde mit Studierenden im dritten Semesters von der kirchlichen pädagogischen Hochschule in Wien/Krems im Wintersemester 2011/12 und im Wintersemester 2012/13 zusammengearbeitet. Die narrativen Interviews sollten nach statistischem Sampling durchgeführt werden und mussten elektronisch aufgezeichnet und transkribiert werden. Für die Datengewinnung wurde mit Studierenden im dritten Semesters von der kirchlichen pädagogischen Hochschule in Wien/Krems im Wintersemester 2011/12 und im Wintersemester 2012/13 zusammengearbeitet. Die narrativen Interviews sollten nach statistischem Sampling durchgeführt werden und mussten elektronisch aufgezeichnet und transkribiert werden.
 Um eine Verzerrung (die Erzählungen der ehemaligen Schüler sind abhängig von der aktuellen Situation und/oder der Prägung des Erzählenden(vgl. Flick, 1995)), also einen systematischen Fehler bei der Datenerhebung zu vermeiden, wurde im Anschluss ein Interviewleitfaden entwickelt.  Um eine Verzerrung (die Erzählungen der ehemaligen Schüler sind abhängig von der aktuellen Situation und/oder der Prägung des Erzählenden(vgl. Flick, 1995)), also einen systematischen Fehler bei der Datenerhebung zu vermeiden, wurde im Anschluss ein Interviewleitfaden entwickelt. 
-Im nächsten Schritt befassten sich die Studierenden mit der Verfassung von Berichten über die qualitative Inhaltsanalyse. Die Studierenden arbeiteten mit einer konsensuell finalisiertes, deduktiven Forschungsmethodologischen Vorgangsweise und Überlegungen eines Kategoriensystems, welches Nader entwickelt hatte(Vgl. Nader 2016). +Im nächsten Schritt befassten sich die Studierenden mit der Verfassung von Berichten über die qualitative Inhaltsanalyse. Die Studierenden arbeiteten mit einer konsensuell finalisiertes, deduktiven Forschungsmethodologischen Vorgangsweise und Überlegungen eines Kategoriensystems, welches Nader entwickelt hatte(vgl. Nader 2016, S.154). 
 Das Arbeiten mit den unterschiedlichen Alterskohorten ist zurückzuführen auf die Methode der Auswertung. Nader verwendet hierzu eine Breitenauswertung.  Das Arbeiten mit den unterschiedlichen Alterskohorten ist zurückzuführen auf die Methode der Auswertung. Nader verwendet hierzu eine Breitenauswertung. 
 „Bei der Breitenauswertung geht es darum, möglichst viele unterschiedliche Fälle zu erfassen und einen weitreichenden Überblick über die Thematik zu erhalten“ (Nader, 2015, S. 134). „Bei der Breitenauswertung geht es darum, möglichst viele unterschiedliche Fälle zu erfassen und einen weitreichenden Überblick über die Thematik zu erhalten“ (Nader, 2015, S. 134).
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 ==== Fixierung der Daten==== ==== Fixierung der Daten====
  
-Zur Fixierung der Daten, zeichneten die Studierenden alle Interviews elektronisch auf und transkribiert sie anschließend. Um die Sicherung der Daten zu gewährleisten, wurden die Daten anschließend auf der entsprechenden Lernplattform hochgeladen. Für eine einheitliche Formatierung der Interviews wurde eine Basis-Transkriptionsvorlage angewendet. Für die qualitative Inhaltsanalyse analysierten die Studierenden die Interviews und erfassten diese in Berichten (Vgl. Nader 2016, 134).+Zur Fixierung der Daten, zeichneten die Studierenden alle Interviews elektronisch auf und transkribiert sie anschließend. Um die Sicherung der Daten zu gewährleisten, wurden die Daten anschließend auf der entsprechenden Lernplattform hochgeladen. Für eine einheitliche Formatierung der Interviews wurde eine Basis-Transkriptionsvorlage angewendet. Für die qualitative Inhaltsanalyse analysierten die Studierenden die Interviews und erfassten diese in Berichten (vgl. Nader 2016, 134).
 ==== Interpretation der Daten==== ==== Interpretation der Daten====
  
-Die Ergebnisse, der oben beschriebene Durchführung der statistischem Sampling, wurde von den Studierenden interpretiert durch eine Metaanalyse. Dies fand meist von ihrem eigenen Erfahrungshorizont und/oder vor der Ausgangsliteratur statt. Aus zwei aufeinanderfolgende Inhaltsanalysen, die in Form einer Metaanalyse zum finalen Abschlussbericht münden (Vgl. Nader 2016). „Gleiche und ähnliche Aussagen werden zusammengefasst, ein Deutungsmuster, eine Kernvariable wird als wesentlich herausgearbeitet“ (Flick, 1995, S. 165). Im nächsten Schritt werden die Daten kategorisiert. Die Zuordnung zu deduktiven oder induktiven Kategorie findet anhand des vorliegenden Theoriematerials statt (vgl. Flick1995).+Die Ergebnisse, der oben beschriebene Durchführung der statistischem Sampling, wurde von den Studierenden interpretiert durch eine Metaanalyse. Dies fand meist von ihrem eigenen Erfahrungshorizont und/oder vor der Ausgangsliteratur statt. Aus zwei aufeinanderfolgende Inhaltsanalysen, die in Form einer Metaanalyse zum finalen Abschlussbericht münden (vgl. Nader 2016, S.149). „Gleiche und ähnliche Aussagen werden zusammengefasst, ein Deutungsmuster, eine Kernvariable wird als wesentlich herausgearbeitet“ (Flick, 1995, S. 165). Im nächsten Schritt werden die Daten kategorisiert. Die Zuordnung zu deduktiven oder induktiven Kategorie findet anhand des vorliegenden Theoriematerials statt (vgl. Nader2015, S. 148).
 ==== Geltungsbegründung==== ==== Geltungsbegründung====
  
-Flick erklärt, dass der Kontakt zwischen dem untersuchten Subjekt und dem Forscher bei offenen Interviews intensiver ist und gegenseitiges Einlassen gefordert wird. Der Zugang zur Einzelperson stellt eine schwierige Aufgabe dar(vgl. Flick 2016). Nader ist es in seiner Studie gelungen Kontakt zu den Volksschülern aufzubauen, doch beide Parteien müssen Vertrauen und hohe Glaubwürdigkeit übermitteln, um gute Ergebnisse zu erzielen. Um eine glaubwürdige Authentizität erzielen zu können, arbeitet Nader mit der kommunikativen Validierung von Flick. Bei der kommunikativen Validierung von Flick werden nach Aufnahme und Transkription der Interviews deren Inhalte nochmals mit den befragten Personen abgestimmt(vgl. Flick, 1995).+Flick erklärt, dass der Kontakt zwischen dem untersuchten Subjekt und dem Forscher bei offenen Interviews intensiver ist und gegenseitiges Einlassen gefordert wird. Der Zugang zur Einzelperson stellt eine schwierige Aufgabe dar(vgl. Flick 2016, S.18 ff.). Nader ist es in seiner Studie gelungen Kontakt zu den Volksschülern aufzubauen, doch beide Parteien müssen Vertrauen und hohe Glaubwürdigkeit übermitteln, um gute Ergebnisse zu erzielen. Um eine glaubwürdige Authentizität erzielen zu können, arbeitet Nader mit der kommunikativen Validierung von Flick. Bei der kommunikativen Validierung von Flick werden nach Aufnahme und Transkription der Interviews deren Inhalte nochmals mit den befragten Personen abgestimmt(vgl. Flick, 1995, S.168).
 ==== Forschung als Diskurs==== ==== Forschung als Diskurs====
  
 Der Ausgangspunkt von Naders Studie waren die ehemaligen Schüler der Volkshochschule und ihre Erzählungen in Kooperation mit den Studierenden. Der Ausgangspunkt von Naders Studie waren die ehemaligen Schüler der Volkshochschule und ihre Erzählungen in Kooperation mit den Studierenden.
-Die Studierenden, des dritten Semesters der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems im Wintersemester 2011/12 und 2012/13, arbeiteten im Rahmen einer forschungsmethodologischen Ausbildung an Naders Studie (vgl. Nader, 2015). +Die Studierenden, des dritten Semesters der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems im Wintersemester 2011/12 und 2012/13, arbeiteten im Rahmen einer forschungsmethodologischen Ausbildung an Naders Studie (vgl. Nader, 2015, S.148). 
  
 Durch die Untersuchung (Anwendung des narrativen Interviews) konnten die Erkenntnisse, der jahrzehntelangen Erinnerungen der ehemaligen SChüler gewonnen und analysiert werden. Durch die Untersuchung (Anwendung des narrativen Interviews) konnten die Erkenntnisse, der jahrzehntelangen Erinnerungen der ehemaligen SChüler gewonnen und analysiert werden.
-Diese dienen der pädagogischen Relevanz und führen zu einer Mehrung des Professionswissens (vgl.Nader 2015). Durch die Erkenntnissgewinnung, können Volksschullehrer ihre Sensibilität und Reflexion hinsichtlich des gegenwärtigen Handelns verbessern (VglNader, 2015).+Diese dienen der pädagogischen Relevanz und führen zu einer Mehrung des Professionswissens (vgl.Nader 2015, S.15f.). Durch die Erkenntnissgewinnung, können Volksschullehrer ihre Sensibilität und Reflexion hinsichtlich des gegenwärtigen Handelns verbessern (vgl. ebd.).
 ==== Literatur ==== ==== Literatur ====
  
lehre/sose2017/sozialwissmeth/analysen/nader/tandem45.1505510612.txt.gz · Zuletzt geändert: 2020/11/04 21:35 (Externe Bearbeitung)