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lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:nader:tandem31

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lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:nader:tandem31 [2017/09/15 23:55]
tandem31b [Geltungsbegründung]
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 ==== Forschung als Diskurs === ==== Forschung als Diskurs ===
  
-Im Aufsatz: „Forschung als sozialer und kommunikativer Prozess“ (Flick 1995) spricht Flick von einem „Diskurs nach außen“ (ebd., S.171) und bezeichnet damit den „Diskurs mit den Beforschten“ (ebd., S.170), bei dem um das Subjektverständnis der Forschung und die Einbeziehung der Erforschten geht (ebd.). Bei Naders Studie werden die Befragten als Datenlieferanten charakterisiert. Weitere Beteiligung der Befragten an der Forschung wird in der Studie nicht genannt.  +Im Aufsatz: „Forschung als sozialer und kommunikativer Prozess“ (Flick 1995) spricht Flick von einem „Diskurs nach außen“ (ebd., S.171) und bezeichnet damit den „Diskurs mit den Beforschten“ (ebd., S.170), bei dem es um das Subjektverständnis der Forschung und die Einbeziehung der Erforschten geht (ebd.). Bei Naders Studie werden die Befragten als Datenlieferanten charakterisiert. Weitere Beteiligung der Befragten an der Forschung wird in der Studie nicht genannt.  
-Größere Bedeutung für Naders Forschung räumt der „Diskurs nach innen- zwischen beteiligten Forschern eine Gruppe“ (Flick 2005, S.171) ein. Als „Forscher einer Gruppe“ können hier Studierenden angesehen werden, zu deren Aufgaben die Durchführung der Interviews, deren elektronische Aufzeichnung und die Transkription gehörte (Nader 2015, S.146). Alle aufgeführten Forschungsprozesse wurden von Studenten gemeinsam besprochen und partizipativ entwickelt. Dabei entstandene Probleme wurden in Diskussionsrunden besprochen (vgl. ebd., S.148). Flick befürwortet die Beteiligung mehreren Forschern an solchen Entscheidungsprozessen, da dieses die „Erweiterung der Perspektiven auf den Gegenstand“ (Flick 1995, S.171) begünstigt. Die „gemeinsame Ziele und Wege “ des Forschungsprozesses wurde auf Plakaten, die als Forschungstagebücher fungierten archiviert (Nader, S.148). Aus der Studie geht nicht hervor, in welcher Regelmäßigkeit die Plakate vervollständigt und verändert wurden. Flick befürwortet eine Art der Dokumentation, in der unterschiedlichen Forschungs-Sichtweisen festgehalten und methodischen Entscheidungen begründet werden (vgl. Flick, 1995 S. 171). Ob die, während Naders Forschung angefertigte Plakate dem Anspruch von „Forschungstagebüchern“ im Sine von Flicks gerecht werden kann an diese Stelle nicht beantwortet werden. +Größere Bedeutung für Naders Forschung räumt der „Diskurs nach innen- zwischen beteiligten Forschern eine Gruppe“ (Flick 2005, S.171) ein. Als „Forscher einer Gruppe“ können hier Studierenden angesehen werden, zu deren Aufgaben die Durchführung der Interviews, deren elektronische Aufzeichnung und die Transkription gehörte (Nader 2015, S.146). Alle aufgeführten Forschungsprozesse wurden von Studenten gemeinsam besprochen und partizipativ entwickelt. Dabei entstandene Probleme wurden in Diskussionsrunden besprochen (vgl. ebd., S.148). Flick befürwortet die Beteiligung mehrerer Forscher an solchen Entscheidungsprozessen, da dieses die „Erweiterung der Perspektiven auf den Gegenstand“ (Flick 1995, S.171) begünstigt. Die „gemeinsamen Ziele und Wege “ des Forschungsprozesses wurden auf Plakaten, die als Forschungstagebücher fungierten archiviert (Nader, S.148). Aus der Studie geht nicht hervor, in welcher Regelmäßigkeit die Plakate vervollständigt und verändert wurden. Flick befürwortet eine Art der Dokumentation, in der unterschiedliche Forschungs-Sichtweisen festgehalten und methodische Entscheidungen begründet werden (vgl. Flick, 1995 S. 171). Ob die, während Naders Forschung angefertigte Plakate dem Anspruch von „Forschungstagebüchern“ im Sine von Flick gerecht werden kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. 
  
-Im Kapitel 12 der Studie wurden Bereiche aufgeführt, die von dem erforschtem Wissen beeinflusst werden könnten (Nader 2015, S.300). Es handelt sich dabei um den Kontext der „bildungshistorischen Perspektive“, „Lehrprofessionalität“ und des „pädagogischen Handelns“ (ebd.)+Im Kapitel 12 der Studie wurden Bereiche aufgeführt, die von dem erforschten Wissen beeinflusst werden könnten (Nader 2015, S.300). Es handelt sich dabei um den Kontext der „bildungshistorischen Perspektive“, „Lehrprofessionalität“ und des „pädagogischen Handelns“ (ebd.)
  
 ==== Literatur ==== ==== Literatur ====
lehre/sose2017/sozialwissmeth/analysen/nader/tandem31.1505512538.txt.gz · Zuletzt geändert: 2020/11/04 21:35 (Externe Bearbeitung)