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Tandem 11

  • Tandempartner*in 1: Lanzalaco, Maria Giovanna
  • Tandempartner*in 2: Segritz, Simon

Verhältnis Theorie-Gegenstand

In der qualitativen Studie 'Konstruktionstätigkeit mit digitalen Medien' aus dem Jahr 2010, möchte Isabel Zorn einen Beitrag zur Medienbildung leisten.(vgl. Hug/Poscheschnik 2010, S.100-109) Die Medienpädagogik in unserer Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahre rasant verändert und entwickelt und ohne dass wir es merken, beeinflussen uns die Traditionellen Medien aber auch besonders die Digitalen Medien enorm. (vgl. Zorn 2010, S.2) Es stellt sich daher die Frage, wie die Gesellschaft mit softwarebasierten Digitalen Medien umgeht und welche Bildungspotenziale bestehen. Der Forschungsgegenstand bezieht sich demnach auf die Konstruktionstätigkeiten mit digitalen Medien aus der Sicht der Kinder und Erwachsenen. Hierfür werden die Kinder und Erwachsene, egal welche Generation, welches Geschlecht oder welche sozialen Bedingungen, durch Interviews befragt. Ziel ist es, Erkenntnisse und unterschiedliche Perspektiven der Laien über konstruierende Tätigkeiten in Abgrenzung zu eher nutzenden, konsumierenden und gestaltenden Tätigkeiten zu erhalten.(vgl. Zorn 2010, S.6-7) Denn im Bereich der Medienpädagogik geht es weniger um die softwarebasis der Digitalen Medien und auf die Konstruktionstätigkeit, sondern mehr um die Gestaltung der Inhalte, des Grafik Design oder der audiovisuellen Darstellung. Die Laien sollen digitale Medien konstruieren, entwickeln und verändern und dadurch ihren Erkenntnishorizont erweitern und ihre daraus entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten analysieren. (vgl. Zorn 2010, S.5)

Fragestellung, Forschungsperspektiven

Isabel Zorn beschäftigt sich mit dem Thema: Konstruktionstätigkeit mit digitalen Medien aus einer Medienbildungsperspektive, da bislang in der Medienpädagogik zwischen technologieorientierten und anderen Mediengestaltungstätigkeiten nur selten unterschieden wurde und es wenig Forschung über Konstruktionsfähigkeit und ihrer Bildungsrelevanz gibt. (vgl. Zorn 2010, S. 4) Da Isabel Zorn an diversen Projekten und Workshops beteiligt war, kam ihr die Idee noch tiefgründiger über die digitalen Medien zu forschen und herauszufinden, welche Bildungspotenziale und Konstruktionsfähigkeiten bei den unterschiedlichen und individuellen Laien entstehen. Daraus ergeben sich einige Fragen die zur Selbstreflexion anregen sollen. Welche Sinndimensionen von Konstruktionstätigkeit artikulieren die Laien? Welche Bildungspotentiale bietet die eigene Konstruktionstätigkeit mit Digitalen Medien? (vgl. Zorn 2010, S.5) Die Idee dahinter ist es, einen Beitrag an die wachsende und veränderte Medienpädagogik zu leisten.

Annäherung ans Feld

Isabel Zorn wirkte, wie bereits im oberen Abschnitt erwähnt, an einem Konstruktionsworkshop mit. Dort war sie in einer Forschungsgruppe 'Digitale Medien in der Bildung' an der Universität Bremen. Gemeinsam entwickelten Sie Kommunikationsplattformen, veränderten Programme und vieles mehr. Dadurch entwickelte sich ein großes Interesse daran, sich mit Medien und deren vielfältigen Funktionen auseinander zusetzen. In der heutigen Gesellschaft spielt Medienbildung eine große Rolle, deshalb ist ein Medienkompetenter Umgang mit digitalen Medien eine gute Voraussetzung. Die Arbeit besteht aus einem Theorieteil und einen Empirieteil, an den sich die Diskussion der Ergebnisse anschließt.Die Studie befasst sich vor allem mit den Begriffen Digitale Medien, Medienpädagogik, Medienbildung und Konstruktionstätigkeiten. Sie wird anhand von Interviewanalysen und ständig teilnehmender Beobachtung im ausgewählten Forschungsstil der Groundet Theory Methodology untersucht. Das besondere an diesem Forschungsstil ist die Offenheit und der Freiraum und die Interaktion gegenüber den Individuen und deren Konzepte. (vgl.Zorn 2010, S.7-10)

Sammlung der Daten

Die Forscherin wählte für ihre Studie die Grounded Theory Methodology, da sie davon ausgeht, das „die „Entdeckung“ von Theorien nicht Teil der Forschung, sondern eine Angelegenheit der kreativen Phantasie des Forschers“ darstellt und „die Forschung ist dagegen ausschließlich zuständig für die Überprüfung von schon bestehenden Theorien.(vgl. Hug/Poscheschnik 2010, S. 153) Die Grounded Theory stellt demgegenüber eine systematische Strategie oder Heuristik dar, mit deren Hilfe aus „Rohdaten“ theoretische Konzepte entwickelt werden können.“ (Zorn 2010, S.93) Der Fokus lag hierbei also nicht auf der Hypothesenüberprüfung sondern auf der Hypothesengenerierung. Dies ist sehr gut auf unerforschte Gebiete anwendbar und aus dem Grund, das man durch die Fokussierung auf die Theorie ein größeres „Spielfeld“ zur Verfügung hat und sich von dem Inhalt nicht dahingehend beeinflusst wird sondern sich auch von der eventuell Theorie widersprechenden Bedeutung des Datenmaterials überrascht werden kann. (vgl. Zorn 2010: S.95)

Zu Beginn der Studie verwendete die Forscherin das Theoretical Sampling, um erste Erkenntnisse über das Themengebiet zu erlangen. Durch zeitliche, finanzielle und personelle Mängel ließen sich vereinzelt Forschungsprojekte leider nicht umsetzen. (vgl. Zorn 2010: S.101) Allerdings achtete Zorn darauf trotzdem ein großes Spektrum abzudecken und verwies auch auf die Aussage von Glaser/Strauß, welche deutlich macht, das nicht die Datenflut, sondern die präzise theoretische Konzeptentwicklung die Qualität einer zu entwickelnden GTM auszeichnet, und dafür auch auf wiederholte Finden ähnlicher Belege in verschiedenen Interviews verzichtet werden kann. (vgl. Zorn 2010: S.101)

Fixierung der Daten

Interpretation der Daten

Zur Auswertung ihrer Daten nutze Zorn die Gounded Theory Methology von (Corbin/Strauss (1996)). Hierbei verwendete sie unter anderem auch alle verschiedenen Arten des Kodierens: Selektives Kodieren, Axiales Kodieren und Offenes Kodieren. (vgl. Hug/Poscheschnik 2010, S.153-154) Zudem glich sie auch mehrfach den Auswertungsprozess an ihren Forschungsgegenstand an, um eine Verbesserung ihrer Auswertungsmethode zu erzielen. (Zorn 2010: S.122)(vgl. Tandem 40)

Geltungsbegründung

Die Erfahrungen der unterschiedlichen Laien werden dokumentiert und reflektiert. Daraus ergeben sich sechs Sinndimensionen. Diese erleichtern das Verständnis der Abläufe von Konstruktionstätigkeiten. Die Laien haben während der Durchführung ein Zusammenspiel zwischen Mensch, Technologie und Welt während der Konstruktionen erlebt und neue Bildungspotentiale erworben. Unter anderem der Erwerb von Orientierungswissen zum Umgang mit Kontingenz, Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten durch Herstellen von Verbindungsprozessen, Reflexion der Zusammenhänge zwischen Gesellschaft und Informatik, Digitale Medienkompetenz, e.t.c. Die Laien zeigen sich außerdem informierter und spezialisierter in ihrem eigenen Tun. Der Umgang mit Computertechnologie erscheint verständnisvoller, da die Laien intensiv mit den digitalen Medien konfrontiert wurden. Sie beschreiben in ihrem Prozess nicht nur die Technologie als verändert, sondern nahmen sich und die Welt verändert wahr.

1. Sinndimension Schöpfungstätigkeit 2. Sinndimension Erkennen und Verstehen der technologischen Grundlagen 3. Sinndimension Auseinandersetzung mit Ko-Konstruktionsprozessen 4. Sinndimension Erfolgskriterium Funktionieren 5. Sinndimension Technologiebasierte Sozialitätskonstruktion 6. Sinndimension Herstellung von Verbindungsprozessen (vgl. Zorn 2010, S.444-449)

Forschung als Diskurs

Isabel Zorn reflektiert ihre Position immer kritisch, hinterfragt ihre Vorgehensweisen und diskutiert ihre Ergebnisse. Sie hat in der Medienbildung viele Vorkenntnisse und ist in dem Forschungsgebiet spezialisiert. Im Verlauf ihrer Arbeit dokumentiert sie ihr Interview auf einer CD.(vgl. Zorn 2010, S.128,490) Ziel der Methode nach Grounded Theory Methodology war es, anhand des Datenmaterials theoretische Einsichten zu gewinnen. Das Ergebnis dieser Arbeit soll zeigen, dass Digitale Medien in der Medienpädagogik eine größere Rolle spielen müssen und mehr an Bedeutung gewinnen sollen. Die Laien haben anhand ihrer erstellten Konzepte, ein vertieftes Verständnis entwickeln können und mehr Transparenz in der Auseinandersetzung mit Konstruktionsprozessen erhalten können. Sie selbst gesteht, dass ihre Vorkenntnisse auch ein Problem in der Arbeit waren. Denn sie schenkte ungewollt positiven Potenzialen von Forschungsgruppen mehr Beachtung. Dennoch suchte sie kontinuierlich einen Austausch mit fachfremden und fachnahen KollegInnen. Weiterführend lässt sich sagen, dass die Ergebnisse zum weiteren Forschungen anregen. (vgl. Zorn 2010, S.449-452)

Literatur

  • Flick, Uwe. „Sozialforschung. Methoden und Anwendungen Ein Überblick für die BA Studiengänge“. Hamburg. (2014).
  • Zorn, Isabel. „Konstruktionstätigkeit mit Digitalen Medien - Eine qualitative Studie als Beitrag zur Medienbildung“. Bremen. (2010)
  • Hug/Poscheschnik „Empirisch Forschen“. Wien. (2010)

Zweiter Text: Begründete Einschätzung anderer Analysen

Ranking: 1. Platz 41, 2. Platz 21, 3. Platz 40, 4. Platz 7

===Tandem 41, Platz 1===(zuletzt aufgerufen am am 07.07.2017) Tandem 41 hat in unseren Augen eine inhaltlich sehr gute und strukturierte Arbeit geleistet und deshalb den ersten Platz belegt. Der Text ist stilistisch sehr anspruchsvoll aber dennoch verständlich und nachvollziehbar. Im großen und ganzen auf einem sehr hohen Niveau beschrieben und ausgearbeitet. Es wird ausreichend Literatur verwendet und die Begriffe der Sozialforschung werden hervorgehoben und gut erklärt. Die Einleitung regt zum lesen an und in den weiteren Kapiteln sind unter anderem die Methodiken richtig und sehr verständlich erklärt. Die Qualitativen Studien werden nach Flick transparent gemacht und erläutert. Des weiteren haben sie Zitationen der Fachlektüre gut und korrekt verwendet, leider in den letzten drei Kapiteln nicht aber denn noch ausreichend für eine gelungene Studienanalyse.

===Tandem 21, Platz 2===(zuletzt aufgerufen am 07.07.2017) Bei Tandem 21 gefiel uns, dass der rote Faden deutlich erkennbar ist und auch hier wird die Studie sehr gut strukturiert und nachvollziehbar beschrieben. Deshalb hat Tandem 21 hat bei uns den zweiten Platz erreicht. Lediglich die „extra Leistung“ von Tandem 41, indem sie die unklaren Begriffe erneut erklärten war das Kriterium, warum wir Tandem 21 auf Platz 2 gelegt haben. Ansonsten sind beide Analysen gleich auf. Des weiteren wurde in dieser Analyse auf alle wichtigen Aspekte eingegangen und gut nachvollziehbar mit der Fachliteratur belegt.

===Tandem 40, Platz 3===(zuletzt aufgerufen am 07.07.2017) Auf dem dritten Platz nehmen wir die Studienanalyse von Tandem 40. Auch hier wird deutlich, dass Tandem 40 sich gut mit der Studie auseinandergesetzt hat und alle aufgeführten Punkte werden inhaltlich und sprachlich gut und verständlich herübergebracht und beschrieben. Ausreichend Literatur ist vorhanden und besonders hervorzuheben ist die Annäherung ans Feld, denn dort wird die Arbeit, das Interesse und die Idee der entstehenden Studie von Zorn hervorgehoben und verständlich beschrieben. Außerdem werden im Bereich 'Sammlung der Daten' die verschiedenen Verfahren und Methoden ausführlich genannt und beschrieben. Z.b Das Leitfadeninterview

===Tandem 7, Platz 4===(zuletzt aufgerufen am 07.07.2017) Tandem 7 belegt den vierten Platz, zwar wird auch in dieser Studienanalyse inhaltlich und sprachlich verständlich und präzise gearbeitet, jedoch im Gegensatz zu den vorherigen Studien nur spärlich und nicht sehr ausführlich beschrieben. Dennoch befindet sich auch hier der rote Faden und die weiteren Unterpunkte werden kurz und knapp verständlich beschrieben. Hin und wieder schleichen sich kleine Rechtschreibfehler ein, die jedoch nicht störend auf die Studienanalyse wirken.

Dritter Text: Endfassung

Einleitung

Die qualitative Studie namens 'Konstruktionstätigkeit mit digitalen Medien-eine qualitative Studie als Beitrag zur Medienbildung- wurde von Isabel Zorn durchdacht und anhand ihrer großen Motivation und Eigeninitiative durchgeführt und dokumentiert. Im darauffolgenden Text werden die Gründe für die Entscheidung der wissenschaflichen Studie zum Thema Digitale Medien von Zorn erläutert und dargestellt.Qualitative Forschung stellt die Untersuchung sozialer Zusammenhänge da und gewinnt an besonderer Aktualität. (vgl.Flick 1995,S.22).

Verhältnis Theorie-Gegenstand

In der qualitativen Studie 'Konstruktionstätigkeit mit digitalen Medien' aus dem Jahr 2010, möchte Isabel Zorn einen Beitrag zur Medienbildung leisten.(vgl. Hug/Poscheschnik 2010, S.100-109) Die Medienpädagogik in unserer Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahre rasant verändert und entwickelt und ohne dass wir es merken, beeinflussen uns die Traditionellen Medien aber auch besonders die Digitalen Medien enorm. (vgl. Zorn 2010, S.2) Es stellt sich daher die Frage, wie die Gesellschaft mit softwarebasierten Digitalen Medien umgeht und welche Bildungspotenziale bestehen. Der Forschungsgegenstand bezieht sich demnach auf die Konstruktionstätigkeiten mit digitalen Medien aus der Sicht der Kinder und Erwachsenen. Hierfür werden die Kinder und Erwachsene, egal welche Generation, welches Geschlecht oder welche sozialen Bedingungen, durch Interviews befragt. Ziel ist es, Erkenntnisse und unterschiedliche Perspektiven der Laien über konstruierende Tätigkeiten in Abgrenzung zu eher nutzenden, konsumierenden und gestaltenden Tätigkeiten zu erhalten.(vgl. Zorn 2010, S.6-7) Denn im Bereich der Medienpädagogik geht es weniger um die softwarebasis der Digitalen Medien und auf die Konstruktionstätigkeit, sondern mehr um die Gestaltung der Inhalte, des Grafik Design oder der audiovisuellen Darstellung. Die Laien sollen digitale Medien konstruieren, entwickeln und verändern und dadurch ihren Erkenntnishorizont erweitern und ihre daraus entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten analysieren. (vgl. Zorn 2010, S.5).

Fragestellung, Forschungsperspektiven

Isabel Zorn beschäftigt sich mit dem Thema: Konstruktionstätigkeit mit digitalen Medien aus einer Medienbildungsperspektive, da bislang in der Medienpädagogik zwischen technologieorientierten und anderen Mediengestaltungstätigkeiten nur selten unterschieden wurde und es wenig Forschung über Konstruktionsfähigkeit und ihrer Bildungsrelevanz gibt. (vgl. Zorn 2010, S. 4) Da Isabel Zorn an diversen Projekten und Workshops beteiligt war, kam ihr die Idee noch tiefgründiger über die digitalen Medien zu forschen und herauszufinden, welche Bildungspotenziale und Konstruktionsfähigkeiten bei den unterschiedlichen und individuellen Laien entstehen. Daraus ergeben sich einige Fragen die zur Selbstreflexion anregen sollen. Welche Sinndimensionen von Konstruktionstätigkeit artikulieren die Laien? Welche Bildungspotentiale bietet die eigene Konstruktionstätigkeit mit Digitalen Medien? (vgl. Zorn 2010, S.5) Die Idee dahinter ist es, einen Beitrag an die wachsende und veränderte Medienpädagogik zu leisten und die bisher wenig erforschte Konstruktionstätigkeit in den Mittelpunkt zu stellen.

Annäherung ans Feld

Isabel Zorn wirkte, wie bereits im oberen Abschnitt erwähnt, an einem Konstruktionsworkshop mit. Dort war sie in einer Forschungsgruppe 'Digitale Medien in der Bildung' an der Universität Bremen. Gemeinsam entwickelten Sie Kommunikationsplattformen, veränderten Programme und vieles mehr. Dadurch entwickelte sich ein großes Interesse daran, sich mit Medien und deren vielfältigen Funktionen auseinander zusetzen. In der heutigen Gesellschaft spielt Medienbildung eine große Rolle, deshalb ist ein Medienkompetenter Umgang mit digitalen Medien eine gute Voraussetzung. Die Arbeit besteht aus einem Theorieteil und einen Empirieteil, an den sich die Diskussion der Ergebnisse anschließt.Die Studie befasst sich vor allem mit den Begriffen Digitale Medien, Medienpädagogik, Medienbildung und Konstruktionstätigkeiten. Sie wird anhand von Interviewanalysen und ständig teilnehmender Beobachtung im ausgewählten Forschungsstil der Groundet Theory Methodology untersucht. Das besondere an diesem Forschungsstil ist die Offenheit und der Freiraum und die Interaktion gegenüber den Individuen und deren Konzepte. (vgl.Zorn 2010, S.7-10)

Sammlung der Daten

Die Forscherin wählte für ihre Studie die Grounded Theory Methodology, da sie davon ausgeht, das „die „Entdeckung“ von Theorien nicht Teil der Forschung, sondern eine Angelegenheit der kreativen Phantasie des Forschers“ darstellt und „die Forschung ist dagegen ausschließlich zuständig für die Überprüfung von schon bestehenden Theorien.(vgl. Hug/Poscheschnik 2010, S. 153) Die Grounded Theory stellt demgegenüber eine systematische Strategie oder Heuristik dar, mit deren Hilfe aus „Rohdaten“ theoretische Konzepte entwickelt werden können.“ (Zorn 2010, S.93) Der Fokus lag hierbei also nicht auf der Hypothesenüberprüfung sondern auf der Hypothesengenerierung. Dies ist sehr gut auf unerforschte Gebiete anwendbar und aus dem Grund, das man durch die Fokussierung auf die Theorie ein größeres „Spielfeld“ zur Verfügung hat und sich von dem Inhalt nicht dahingehend beeinflusst wird sondern sich auch von der eventuell Theorie widersprechenden Bedeutung des Datenmaterials überrascht werden kann. (vgl. Zorn 2010: S.95)

Zu Beginn der Studie verwendete die Forscherin das Theoretical Sampling, um erste Erkenntnisse über das Themengebiet zu erlangen. Durch zeitliche, finanzielle und personelle Mängel ließen sich vereinzelt Forschungsprojekte leider nicht umsetzen. (vgl. Zorn 2010: S.101) Allerdings achtete Zorn darauf trotzdem ein großes Spektrum abzudecken und verwies auch auf die Aussage von Glaser/Strauß, welche deutlich macht, das nicht die Datenflut, sondern die präzise theoretische Konzeptentwicklung die Qualität einer zu entwickelnden GTM auszeichnet, und dafür auch auf wiederholte Finden ähnlicher Belege in verschiedenen Interviews verzichtet werden kann. (vgl. Zorn 2010: S.101)

Fixierung der Daten

Zorn beschreibt die Schwierigkeiten der Datenauswertung, bei ihrem Verfahren für den Umgang mit Interviews und Interviewstranskripten. Sie entscheidet sich dafür, die Datenauswertung mithilfe der KonstrukteurInnen Sinngemäß zu dokumentieren. Im Vordergrund steht die Suche nach subjektiven Sinndimensionen. Das bedeutet,die KonstrukteurInnen reflektieren ihr eigenes Vorgehen und ihre eigenen Handlungsweisen und versuchen den Sinn und das gewonnene Verständnis des Verfahren zu verstehen und zu konkretisieren. (vgl.Zorn 2010, S.121) Hinzukommend erwähnt Zorn, die Aufwendigkeit des Prozesses der Datenauswertung. Die Auswertung erfolgt schrittweise und präzise und beobachtend. Hierbei verwendet sie Beispiele und Empfehlungen von Witzel (2000) und noch weitere für die Kodierung. Die verschiedenen Wege der Kodierung nach dem Ansatz von Strauss (1991) wie unter anderem das Theoretische Kodieren oder das offene Kodieren (vgl.Flick 1995,S.387-392) nimmt Zorn zur Orientierung. Außerdem wird ein Postskript erstellt, wo Besonderheiten,Merkmale, offene Fragen und Auffälligkeiten der Gespräche festgehalten werden. (vgl.Zorn 2010,S.122) Gezielte Datenerhebung oder Datenproduktion muss vor der Interpretation dokumentiert und aufbereitet werden.Die entstehenden Daten der gesprochenen Wörter müssen aufgezeichnet oder beobachtet und ausgiebig protokolliert werden. (vgl. Flick,S.371)

Interpretation der Daten

Zur Auswertung ihrer Daten nutze Zorn die Gounded Theory Methology von (Corbin/Strauss (1996)). Hierbei verwendete sie unter anderem auch alle verschiedenen Arten des Kodierens: Selektives Kodieren, Axiales Kodieren und Offenes Kodieren. (vgl. Hug/Poscheschnik 2010, S.153-154) Zudem glich sie auch mehrfach den Auswertungsprozess an ihren Forschungsgegenstand an, um eine Verbesserung ihrer Auswertungsmethode zu erzielen. (Zorn 2010: S.122)(vgl. Tandem 40) Um überhaupt eine Auswahl an Forschungsprozessen zu erzielen, muss der Vorgang des Interviewverfahren ausreichend beobachtet,dokumentiert und analysiert werden. Später entscheidet sich welches Material und welche Ausschnitte relevant für die Fragestellung sind und letztendlich kann eine Auswahlentscheidung im Forscherprozess fallen. (vgl.Flick 1995,S.155),(vgl.Tabelle 11.1)

Geltungsbegründung

Die Erfahrungen der unterschiedlichen Laien werden dokumentiert und reflektiert. Daraus ergeben sich sechs Sinndimensionen. Diese erleichtern das Verständnis der Abläufe von Konstruktionstätigkeiten. Die Laien haben während der Durchführung ein Zusammenspiel zwischen Mensch, Technologie und Welt während der Konstruktionen erlebt und neue Bildungspotentiale erworben. Unter anderem der Erwerb von Orientierungswissen zum Umgang mit Kontingenz, Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten durch Herstellen von Verbindungsprozessen, Reflexion der Zusammenhänge zwischen Gesellschaft und Informatik, Digitale Medienkompetenz, e.t.c. Die Laien zeigen sich außerdem informierter und spezialisierter in ihrem eigenen Tun. Der Umgang mit Computertechnologie erscheint verständnisvoller, da die Laien intensiv mit den digitalen Medien konfrontiert wurden. Sie beschreiben in ihrem Prozess nicht nur die Technologie als verändert, sondern nahmen sich und die Welt verändert wahr.

1. Sinndimension Schöpfungstätigkeit 2. Sinndimension Erkennen und Verstehen der technologischen Grundlagen 3. Sinndimension Auseinandersetzung mit Ko-Konstruktionsprozessen 4. Sinndimension Erfolgskriterium Funktionieren 5. Sinndimension Technologiebasierte Sozialitätskonstruktion 6. Sinndimension Herstellung von Verbindungsprozessen (vgl. Zorn 2010, S.444-449)

Forschung als Diskurs

Isabel Zorn reflektiert ihre Position immer kritisch, hinterfragt ihre Vorgehensweisen und diskutiert ihre Ergebnisse. Sie hat in der Medienbildung viele Vorkenntnisse und ist in dem Forschungsgebiet spezialisiert. Im Verlauf ihrer Arbeit dokumentiert sie ihr Interview auf einer CD.(vgl. Zorn 2010, S.128,490) Ziel der Methode nach Grounded Theory Methodology war es, anhand des Datenmaterials theoretische Einsichten zu gewinnen. Das Ergebnis dieser Arbeit soll zeigen, dass Digitale Medien in der Medienpädagogik eine größere Rolle spielen müssen und mehr an Bedeutung gewinnen sollen. Die Laien haben anhand ihrer erstellten Konzepte, ein vertieftes Verständnis entwickeln können und mehr Transparenz in der Auseinandersetzung mit Konstruktionsprozessen erhalten können. Sie selbst gesteht, dass ihre Vorkenntnisse auch ein Problem in der Arbeit waren. Denn sie schenkte ungewollt positiven Potenzialen von Forschungsgruppen mehr Beachtung. Dennoch suchte sie kontinuierlich einen Austausch mit fachfremden und fachnahen KollegInnen. Weiterführend lässt sich sagen, dass die Ergebnisse zum weiteren Forschungen anregen. (vgl. Zorn 2010, S.449-452)

Literatur

Flick, Uwe. „Sozialforschung. Methoden und Anwendungen Ein Überblick für die BA Studiengänge“. Hamburg. (2014).

Zorn, Isabel. „Konstruktionstätigkeit mit Digitalen Medien - Eine qualitative Studie als Beitrag zur Medienbildung“. Bremen. (2010)

Hug/Poscheschnik „Empirisch Forschen“. Wien. (2010)

Flick,Uwe. „Qualitative Sozialforschung Eine Einführung“.Hamburg. (1995).

Kommentare

Diskussion

Celina Escobar Jordan, 2017/06/29 12:19

Das Verhältnis von Theorie- Gegenstand hat Tandem 11 präzise ausformuliert und auf den Punkt gebracht. Eine konkrete Fragestellung wurde nicht ersichtlich, dennoch wurden einige Leitfragen formuliert. Sprachlich gesehen wurde kein einheitlicher Tempus verwendet. Im Hinblick auf die Zitierweise ist anzumerken, dass einige auch wörtliche Zitate nicht angeben wurden wie z.B bei „Sammlung der Daten“. Ebenso passen sinngemäß die Überschriften nicht mit den dazugehörigen Texten zusammen, was zu einer leichten Verwirrung führt. Im Abschnitt „Geltungsbegründung“ wurden im letzten Absatz die 6 Sinndimensionen aufgezählt, diese stehen jedoch in keinem Bezug zu dem Absatz zuvor. Verbesserungswürdig wäre es einen roten Faden in die Analyse zu bringen bzw. einen eindeutigen Leitgedanken in der Analyse darzubieten. Basierend auf den oben genannten Kritikpunkten bzw. Verbesserungsvorschlägen erhält Tandem 11 von uns den Platz 4.

Lisa Sulzmann, 2017/07/12 10:02

Tandem 11 liefert zu Beginn in dem ersten Kapitel Verhältnis Theorie-Gegenstand einen guten Eindruck in die Studie, da dieser Abschnitt sehr klar formuliert und in eigenen Worten gefasst ist. In dem darauffolgenden Kapitel wiederholen sie aber einige Informationen, die zuvor schon gegeben wurden. Ebenso gibt es weitere Überschneidungen im nächsten Kapitel. Die Informationen werden nicht klar einem Abschnitt zugeordnet, sondern sind verteilt über die ersten drei Abschnitte. Die nächste Passage Sammlung der Daten ist besser geschrieben, da ihnen eine gute Analyse gelungen ist, anstatt nur einer Beschreibung der Angaben. Ebenso wie das Kapitel Interpretation der Daten, welches zwar sehr kurz, allerding präzise geschrieben ist. Der Abschnitt Geltungsbegründung ist wiederrum nicht besonders gut gelungen, da Tandem 11 die Ergebnisse beschrieben hat, anstatt zu überprüfen inwiefern die Ergebnisse geltend sind. Das letzte Kapitel beinhaltet einen guten kritischen Blick, andererseits wiederholt Tandem 11 wieder Fakten, die schon in den vorherigen Kapiteln genannt werden. Des Weiteren wird in dieser Studienanalyse oftmals falsch zitiert.

Simon Philipp, 2017/07/19 09:52

Bei Tandem 11 haben wir zunächst (konkretere) Fragestellungen vermisst.Insgesamt ist der Text eher beschreibend als analysierend, und es werden einige Punkte mehrmals erwähnt. Im Unterpunkt Fragestellung, Forschungsperspektiven wird das Wort Sinndimensionen verwendet,welches hier aber nicht klar wird. Weiterhin fehlen uns die Forschungsperspektiven. Der Abschnitt Annäherung ans Feld wurde gut eingeleitet, und die wesentlichen Begriffe wurden genannt. Insgesamt sind uns auch einige formelle Fehler (Zitation, Tempi) aufgefallen.Die Fixierung der Daten empfanden wir als zu oberflächlich, obwohl ersichtlich war, dass die genannten Kriterien verstanden wurden. Im Abschnitt Geltungsbegründung werden nun die Sinndimensionen aufgelistet, die hier aber so keinen Sinn machen. Generell würden wir diesem Tandem raten, vorsichtig mit Behauptungen zu sein, die höchstwahrscheinlich vermutet werden, aber dann nicht im Konjunktiv formuliert werden, was an mehreren Stellen der Analyse der Fall war und auffiel.

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