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lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:bockermann:tandem37

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lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:bockermann:tandem37 [2017/09/15 15:03]
tandem37b [Forschung als Diskurs]
lehre:sose2017:sozialwissmeth:analysen:bockermann:tandem37 [2020/11/04 21:41] (aktuell)
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 ==== Verhältnis Theorie-Gegenstand==== ==== Verhältnis Theorie-Gegenstand====
  
 +Den Hauptuntersuchungsgegenstand in Bockermanns Studie bilden die LehrerInnen als ExpertInnen und deren Einstellung zu digitalen Medien (vgl. Bockermann 2012, S. 76). Bockermann begibt sich auf ein neues Forschungsfeld, da es bisher noch keine genauen Hypothesen über die Einstellung und den Einsatz von digitalen Medien durch aktive Lehrkräfte gibt, sondern dieses Forschungsfeld lediglich aus Sicht Studierender erforscht wurde, wie bspw. durch Kommer, Biermann und Blömke (vgl. ebd., S. 69). Zu Beginn der Studie werden deshalb keine konkreten Hypothesen genannt, was bestätigt, dass es sich um eine qualitative Forschung handelt (vgl. Flick 2009, S. 41f), jedoch orientiert sich Iris Bockermann an von ihr aufgestellten Fragestellungen, anhand derer sie ihre Untersuchung durchführt (vgl. Bockermann 2012, S. 74). Die Forscherin hat keine Erwartungshaltung den LehrerInnen gegenüber und arbeitet nach dem Prinzip der Offenheit (vgl. ebd., S. 78f). Durch die inhaltliche Analyse möchte sie dem Verhalten der Lehrkräfte gegenüber digitalen Medien auf den Grund gehen und wichtige Erkenntnisse gewinnen, sodass sie zu Antworten auf ihre Leitfragen kommen kann (vgl. ebd., S. 79). 
 ==== Fragestellung, Forschungsperspektiven==== ==== Fragestellung, Forschungsperspektiven====
  
-Iris Bockermann beschäftigt sich in ihrer explorativen Studie „Wo verläuft der Digital Divide im Klassenraum? – Lehrerhandeln und Digitale Medien“ (2012) mit dem „[…] Einsatz Digitaler Medien und Medienbildung […]“ (Bockermann 2012, S. III) in Schulen. Der Mediale Einsatz ist ein fester Bestandteil des Bildungsauftrages von Schulen, jedoch ist die vertiefte Nutzung des Medieneinsatzes nur selten durch das Lehrpersonal gegeben (vgl. ebd., S. III). In ihrer Arbeit möchte Iris Bockermann den „Haltungen und Einstellungen von Lehrkräften zu Digitalen Medien und inwieweit diese sich in die Handlungspraxen im Bildungskontext einschreiben.“ (ebd., S. 73) nachgehen. Nach Bockermann spielt dabei die individuelle Erfahrung und Nutzung von Medien der Lehrkräfte eine entscheidende Rolle (vgl. ebd., S. 73). Die persönlichen Erfahrungen bestimmen demnach das Ausmaß des Einsatzes von Medien und stellen sich somit teils auch über den Bildungsauftrag (vgl. ebd., S. 73). Bockermann wird dabei auf folgende Fragen eingehen: „Worauf referenzieren Lehrkräfte, wenn sie Digitale Medien verorten und interpretieren? Welche Gründe sind für das besondere Verhältnis von LehrerInnen zu Digitalen Medien im schulischen Kontext konstitutiv?“ (ebd., S. 74) und zuletzt ob es „[...] verallgemeinerbare Orientierungs- und Deutungsmuster“ (ebd., S. 74) gibt. Bockermann wird die Studie daher aus der Perspektive der Lehrkräfte untersuchen und nutzt somit die subjektive Methode (vgl. ebd., S. 74; vgl. Flick 1995, S. 135).     +Iris Bockermann beschäftigt sich in ihrer explorativen Studie „Wo verläuft der Digital Divide im Klassenraum? – Lehrerhandeln und Digitale Medien“ (2012) mit dem „[…] Einsatz Digitaler Medien und Medienbildung […]“ (Bockermann 2012, S. III) in Schulen. Der Mediale Einsatz ist ein fester Bestandteil des Bildungsauftrages von Schulen, jedoch ist die vertiefte Nutzung des Medieneinsatzes nur selten durch das Lehrpersonal gegeben (vgl. ebd., S. III). In ihrer Arbeit möchte Iris Bockermann den „Haltungen und Einstellungen von Lehrkräften zu Digitalen Medien und inwieweit diese sich in die Handlungspraxen im Bildungskontext einschreiben.“ (ebd., S. 73) nachgehen. Nach Bockermann spielt dabei die individuelle Erfahrung und Nutzung von Medien der Lehrkräfte eine entscheidende Rolle (vgl. ebd., S. 73). Die persönlichen Erfahrungen bestimmen demnach das Ausmaß des Einsatzes von Medien und stellen sich somit teils auch über den Bildungsauftrag (vgl. ebd., S. 73). Bockermann wird dabei auf folgende Fragen eingehen: „Worauf referenzieren Lehrkräfte, wenn sie Digitale Medien verorten und interpretieren? Welche Gründe sind für das besondere Verhältnis von LehrerInnen zu Digitalen Medien im schulischen Kontext konstitutiv?“ (ebd., S. 74) und zuletzt ob es „[...] verallgemeinerbare Orientierungs- und Deutungsmuster“ (ebd., S. 74) gibt. Bockermann wird die Studie daher aus der Perspektive der Lehrkräfte untersuchen und nutzt somit die subjektive Methode (vgl. ebd., S. 74; vgl. [a]Flick 1995, S. 135).     
 ==== Annäherung ans Feld==== ==== Annäherung ans Feld====
  
-Die Autorin hat zwei Auswertungsverfahren in Ihrer Studie angewandt. Zum einen eine „Blog-Erhebung“ (Bockermann 2012, S. 74), zum anderen „leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften von zwei Schulen“ (ebd., S. 74). Erstere sollte dabei die Haltungen und Einstellungen von LehramtsstudentenInnen als Vorstudie rahmen, sich dem Feld erstmals nähern und somit erste Verhältnisbestimmungen schaffen (vgl. ebd., S. 74). Nach der inhaltsanalytischen Auswertung der Vorstudie, folgt die Hauptstudie (vgl. ebd., S. 75ff). Diese soll anhand „[…] narrativ fundiert[er] […]“ (ebd., S. 79) Interviews, die Praxiserfahrungen und Orientierungen der Lehrkräfte darstellen und somit einen Einblick zur Handlungspraxis eröffnen (vgl. ebd., S. 79). Sowohl die Studierenden, als auch die Lehrkräfte in den befragten Schulen, haben bereits Schwerpunktsetzungen im Medialen Bereich (vgl. ebd., S. 75ff). Auch zu beachten wäre, dass es sich bei der Vorstudie vermutlich um eine homogenere Altersgruppe handelt, anders als in der Hauptstudie, bei der eine größere Altersspanne vorhanden sein kann (vgl. ebd., S. 74). Des Weiteren ist zu beachten, dass es sich bei der Blog-Erhebung um Studierende aus den Lehrveranstaltungen der Autorin handelt (vgl. ebd., S. 75). Ob die Autorin zu den Lehrkräften der zwei befragten Schulen vor Beginn der Studie Kontakt hatte, ist nicht bekannt. Nach Flick hat Bockermann somit jeweils verschieden Positionen und Rollen, im Sinne der Befragten, während den Befragungen eingenommen. Dies hat wiederum Einfluss auf den Informationsfluss und kann somit zur Verschiebung von Daten führen (vgl. Flick 1995, S. 143ff).+Die Autorin hat zwei Auswertungsverfahren in Ihrer Studie angewandt. Zum einen eine „Blog-Erhebung“ (Bockermann 2012, S. 74), zum anderen „leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften von zwei Schulen“ (ebd., S. 74). Erstere sollte dabei die Haltungen und Einstellungen von LehramtsstudentenInnen als Vorstudie rahmen, sich dem Feld erstmals nähern und somit erste Verhältnisbestimmungen schaffen (vgl. ebd., S. 74). Nach der inhaltsanalytischen Auswertung der Vorstudie, folgt die Hauptstudie (vgl. ebd., S. 75ff). Diese soll anhand „[…] narrativ fundiert[er] […]“ (ebd., S. 79) Interviews, die Praxiserfahrungen und Orientierungen der Lehrkräfte darstellen und somit einen Einblick zur Handlungspraxis eröffnen (vgl. ebd., S. 79). Sowohl die Studierenden, als auch die Lehrkräfte in den befragten Schulen, haben bereits Schwerpunktsetzungen im Medialen Bereich (vgl. ebd., S. 75ff). Auch zu beachten wäre, dass es sich bei der Vorstudie vermutlich um eine homogenere Altersgruppe handelt, anders als in der Hauptstudie, bei der eine größere Altersspanne vorhanden sein kann (vgl. ebd., S. 74). Des Weiteren ist zu beachten, dass es sich bei der Blog-Erhebung um Studierende aus den Lehrveranstaltungen der Autorin handelt (vgl. ebd., S. 75). Ob die Autorin zu den Lehrkräften der zwei befragten Schulen vor Beginn der Studie Kontakt hatte, ist nicht bekannt. Nach Flick hat Bockermann somit jeweils verschieden Positionen und Rollen, im Sinne der Befragten, während den Befragungen eingenommen. Dies hat wiederum Einfluss auf den Informationsfluss und kann somit zur Verschiebung von Daten führen (vgl. [a]Flick 1995, S. 143ff).
 ==== Sammlung der Daten==== ==== Sammlung der Daten====
  
-Die Beobachtung und die Befragung sind die zwei verschiedenen Methoden, um Daten einer Studie zu erheben (vgl. Flick 2009, S. 67). Iris Bockermann hat sich für die Methode der Befragung entschieden, in Form zweier zuvor schon erwähnter Erhebungsverfahren. Die Autorin führt vorweg eine Vorstudie anhand einer Blog-Erhebung durch, bei welcher die Aussagen angehender Lehrkräfte, zu ihrer Meinung und Haltung (vgl. Bockermann 2012, S. 74) gegenüber Digitalen Medien, eine erste Annäherung an das Untersuchungsfeld ermöglichen (vgl. ebd., S. 74f). Diese Blogeinträge werden inhaltlich qualitativ analysiert (vgl. ebd., S. 76).  +Die Beobachtung und die Befragung sind die zwei verschiedenen Methoden, um Daten einer Studie zu erheben (vgl. [a]Flick 2009, S. 67). Iris Bockermann hat sich für die Methode der Befragung entschieden, in Form zweier zuvor schon erwähnter Erhebungsverfahren. Die Autorin führt vorweg eine Vorstudie anhand einer Blog-Erhebung durch, bei welcher die Aussagen angehender Lehrkräfte, zu ihrer Meinung und Haltung (vgl. Bockermann 2012, S. 74) gegenüber Digitalen Medien, eine erste Annäherung an das Untersuchungsfeld ermöglichen (vgl. ebd., S. 74f). Diese Blogeinträge werden inhaltlich qualitativ analysiert (vgl. ebd., S. 76).  
-In ihrer Hauptstudie führt Iris Bockermann leitfadengestützte durchschnittlich 70 minütige ExpertInnen-Interviews mit 18 Lehrkräften durch (vgl. Bockermann 2012, S. 76). Sie wählt bewusst zwei junge Schulen aus, mit Medien- und naturwissenschaftlich-technologischen Profil, wodurch sie sich einen offenen und erhöhten Gesprächsaustausch erhofft (vgl. ebd., S. 78f). Da es bei Interviews um „[…] Stellungnahmen, Einschätzungen und Selbstauskünfte […]“(ebd., S. 76) des Interviewten geht, nimmt sie eine Verzerrung der Antworten in Kauf, da sie davon ausgeht, dass Lehrkräfte sozialtechnologische Bildung besitzen und somit wissen, welche Aussagen wichtig und bedeutungsvoll sind und welche nicht (vgl. ebd., S. 76). Das besondere an einem ExpertInnen-Interview, laut Meuser und Nagel (2002) ist, dass Privates und Biographisches nicht beachtet wird und Experte/Expertin als RepräsentantInnen einer Gruppe auftreten (vgl. Flick 1995, S. 214; Bockermann 2012, S. 77ff). Da die Autorin jedoch einen breiten und umfangreichen Überblick benötigt, da sie sowohl das „Betriebswissen“ als auch der persönliche Hintergrund der Lehrkräfte interessiert, bezieht sie sich auf den ExpertInnenbegriff von Gläser und Laudel, welcher besagt, dass das ExpertInnen-Interview lediglich eine Methode ist, das besondere Wissen der Experten zu erfassen (vgl. ebd., S. 78). „Die Interviews sind narrativ fundiert und zielen […] auf die Artikulation von Erfahrungen und Orientierungen […]“ (ebd., S. 79).+In ihrer Hauptstudie führt Iris Bockermann leitfadengestützte durchschnittlich 70 minütige ExpertInnen-Interviews mit 18 Lehrkräften durch (vgl. ebd., S. 76). Sie wählt bewusst zwei junge Schulen aus, mit Medien- und naturwissenschaftlich-technologischen Profil, wodurch sie sich einen offenen und erhöhten Gesprächsaustausch erhofft (vgl. ebd., S. 78f). Da es bei Interviews um „[…] Stellungnahmen, Einschätzungen und Selbstauskünfte […]“(ebd., S. 76) des Interviewten geht, nimmt sie eine Verzerrung der Antworten in Kauf, da sie davon ausgeht, dass Lehrkräfte sozialtechnologische Bildung besitzen und somit wissen, welche Aussagen wichtig und bedeutungsvoll sind und welche nicht (vgl. ebd., S. 76). Das besondere an einem ExpertInnen-Interview, laut Meuser und Nagel (2002) ist, dass Privates und Biographisches nicht beachtet wird und Experte/Expertin als RepräsentantInnen einer Gruppe auftreten (vgl. [a]Flick 1995, S. 214; Bockermann 2012, S. 77ff). Da die Autorin jedoch einen breiten und umfangreichen Überblick benötigt, da sie sowohl das „Betriebswissen“ als auch der persönliche Hintergrund der Lehrkräfte interessiert, bezieht sie sich auf den ExpertInnenbegriff von Gläser und Laudel, welcher besagt, dass das ExpertInnen-Interview lediglich eine Methode ist, das besondere Wissen der Experten zu erfassen (vgl. Bockermann 2012, S. 78). „Die Interviews sind narrativ fundiert und zielen […] auf die Artikulation von Erfahrungen und Orientierungen […]“ (ebd., S. 79).
  
 ==== Fixierung und Interpretation der Daten==== ==== Fixierung und Interpretation der Daten====
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 ==== Geltungsbegründung==== ==== Geltungsbegründung====
  
-In der qualitativen Forschung geht es darum, nachvollziehbar und transparent zu arbeiten (vgl. Flick 1995, S. 488f). Um bestimmen zu können, ob der/die AutorIn dies erfüllt hat, gibt es gewisse Gütekriterien anhand derer man sich orientieren kann. Diese wären entweder klassische Kriterien wie Validität, Reliabilität und Objektivität oder neuere methodenangemessene Gütekriterien (vgl. ebd., S. 488f). Anzumerken wäre hierbei, dass die klassischen Kriterien hauptsächlich in der quantitativen Forschung Anwendung finden und diese auch nicht explizit in der Studie von Bockermann auftreten(vgl. Flick 2009, S. 270). Somit treten methodenangemessene Gütekriterien wie die Reformulierung der Validität (kommunikative Validierung), die Triangulation (unterschiedliche Methodenanwendung u. Datensorten) und die Glaubwürdigkeit bei Bockermanns Studie in den Vordergrund (vgl. ebd., S. 226, 271ff). Die Studie ist strukturiert aufgebaut. Bockermann beginnt mit einer Vorstudie, die das Feld näherbringen soll und die Studie rahmt (vgl. Bockermann 2012, S. 74). Diese Blog-Erhebung wird durch eine Excel-Grafik dargestellt (vgl. ebd., S. 91). In dieser werden Widersprüche und Reibungspunkte dargestellt und interpretiert (vgl. ebd., S. 91). Darauf folgen die leitfadengestützten Interviews der Lehrkräfte, welche in einer konzeptuellen Matrize zusammengefasst werden und die Analyseergebnisse verdichtet und geordnet darstellen soll (vgl. ebd., S. 91f). Somit ist das Gütekriterium der Triangulation nach Flick erfüllt (vgl. Flick 2009, S. 226). Auch die kommunikative Validierung hat Iris Bockermann mit einem Treffen der befragten Lehrkräfte nach der Auswertung der Interviews erfüllt (vgl. Bockermann 2012, S. 86; vgl. Flick 2009, S. 271f). Bockermann hat stets strukturiert gearbeitet und begründet weshalb sie das jeweilige Verfahren anwendet und letztendlich im Fazit die Studie reflektiert und eigene Erwartungen revidiert (vgl.  Bockermann 2012, S. 163). +In der qualitativen Forschung geht es darum, nachvollziehbar und transparent zu arbeiten (vgl. [a]Flick 1995, S. 488f). Um bestimmen zu können, ob der/die AutorIn dies erfüllt hat, gibt es gewisse Gütekriterien anhand derer man sich orientieren kann. Diese wären entweder klassische Kriterien wie Validität, Reliabilität und Objektivität oder neuere methodenangemessene Gütekriterien (vgl. ebd., S. 488f). Anzumerken wäre hierbei, dass die klassischen Kriterien hauptsächlich in der quantitativen Forschung Anwendung finden und diese auch nicht explizit in der Studie von Bockermann auftreten (vgl. Flick 2009, S. 270). Somit treten methodenangemessene Gütekriterien wie die Reformulierung der Validität (kommunikative Validierung), die Triangulation (unterschiedliche Methodenanwendung u. Datensorten) und die Glaubwürdigkeit bei Bockermanns Studie in den Vordergrund (vgl. ebd., S. 226, 271ff). Die Studie ist strukturiert aufgebaut. Bockermann beginnt mit einer Vorstudie, die das Feld näherbringen soll und die Studie rahmt (vgl. Bockermann 2012, S. 74). Diese Blog-Erhebung wird durch eine Excel-Grafik dargestellt (vgl. ebd., S. 91). In dieser werden Widersprüche und Reibungspunkte dargestellt und interpretiert (vgl. ebd., S. 91). Darauf folgen die leitfadengestützten Interviews der Lehrkräfte, welche in einer konzeptuellen Matrize zusammengefasst werden und die Analyseergebnisse verdichtet und geordnet darstellen soll (vgl. ebd., S. 91f). Somit ist das Gütekriterium der Triangulation nach Flick erfüllt (vgl. Flick 2009, S. 226). Auch die kommunikative Validierung hat Iris Bockermann mit einem Treffen der befragten Lehrkräfte nach der Auswertung der Interviews erfüllt (vgl. Bockermann 2012, S. 86; vgl. Flick 2009, S. 271f). Bockermann hat stets strukturiert gearbeitet und begründet weshalb sie das jeweilige Verfahren anwendet und letztendlich im Fazit die Studie reflektiert und eigene Erwartungen revidiert (vgl.  Bockermann 2012, S. 163). 
 ==== Forschung als Diskurs==== ==== Forschung als Diskurs====
  
-Nach Durchführung der Hauptstudie hat Bockermann erneut Kontakt zu den befragten Lehrkräften aufgenommen (vgl. Bockermann 2012, S. 86). Dadurch bezieht sie die Erforschten mit ein und erfüllt somit dieses Kriterium nach Flick (vgl. Flick 1995, S. 170). Bockermann kann somit eine Vergrößerung ihres Forschungsgewinns erzielen (vgl. Flick 1995, S. 170). Zudem reflektiert Bockermann im Fazit ihre eigenen Forschungsergebnisse und stellt neue bzw. Erweiterungen ihrer Forschungsfrage auf (vgl. Bockermann 2012, S. 159, 170f). +Nach Durchführung der Hauptstudie hat Bockermann erneut Kontakt zu den befragten Lehrkräften aufgenommen (vgl. Bockermann 2012, S. 86). Dadurch bezieht sie die Erforschten mit ein und erfüllt somit dieses Kriterium nach Flick (vgl. [b]Flick 1995, S. 170). Bockermann kann somit eine Vergrößerung ihres Forschungsgewinns erzielen (vgl. [b]Flick 1995, S. 170). Zudem reflektiert Bockermann im Fazit ihre eigenen Forschungsergebnisse kritisch und stellt neue bzw. Erweiterungen ihrer Forschungsfrage auf (vgl. Bockermann 2012, S. 159, 170f). 
 ==== Literatur ==== ==== Literatur ====
  
 -Bockermann, Iris (2012): Wo verläuft der Digital Divide im Klassenraum? Lehrerhandeln und Digitale Medien. Online publiziert auf dem Server der Deutschen Nationalbibliothek: http://d-nb.info/1071992643 (Letzter Zugriff: 31.05.2017) -Bockermann, Iris (2012): Wo verläuft der Digital Divide im Klassenraum? Lehrerhandeln und Digitale Medien. Online publiziert auf dem Server der Deutschen Nationalbibliothek: http://d-nb.info/1071992643 (Letzter Zugriff: 31.05.2017)
  
--Flick, Uwe (1995): Qualitative Sozialforschung. Eine Einführung. 7. Auflage. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag. +-[a]Flick, Uwe (1995): Qualitative Sozialforschung. Eine Einführung. 7. Auflage. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag. 
  
--Flick, Uwe (1995): Stationen des qualitativen Forschungsprozesses. In: Flick, Uwe; Kardoff, Ernst; Keupp, Heiner; Rosenstiel, Lutz v.; Wolff, Stephan (Hrsg.). Handbuch Qualitative Sozialforschung. 2. Auflage. Weinheim: Psychologie Verlags Union. +-[b]Flick, Uwe (1995): Stationen des qualitativen Forschungsprozesses. In: Flick, Uwe; Kardoff, Ernst; Keupp, Heiner; Rosenstiel, Lutz v.; Wolff, Stephan (Hrsg.). Handbuch Qualitative Sozialforschung. 2. Auflage. Weinheim: Psychologie Verlags Union. 
  
 -Flick, Uwe (2009): Sozialforschung. Methoden und Anwendungen Ein Überblick für die BA Studiengänge. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag. -Flick, Uwe (2009): Sozialforschung. Methoden und Anwendungen Ein Überblick für die BA Studiengänge. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag.
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