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Tandem 02

  • Tandempartner 1: Mehtap Kocadag
  • Tandempartner 2: /

Erster Text: Entwurfsfassung

Einleitung

Die Dissertation: „‘Das gehört jetzt irgendwie zu mir‘. Mobilisierung von Jugendlichen aus den neuen Bundesländern zum Engagement in einem Umweltverband. Eine explorative Studie am Beispiel der BUNDjugend.“ verfasst von Corinna Fischer im Jahre 2001, wird im Folgenden analysiert.

Die Studie ist aufgeteilt in zwei Teil-Abschnitte:

Der erste Teil befasst sich mit Ergebnissen aus der Umweltpsychologie und Umweltsoziologie, der Forschung zur Umweltbewegung in Ostdeutschland, der Jugendforschung, der Partizipationsforschung, der Sozialisationsforschung sowie der Forschung zu sozialen Bewegungen und zu bürgerschaftlichem Engagement. Der zweite Teil beinhaltet die Ergebnisse einer Fallstudie über Gruppen der „Jugend für Umwelt und Naturschutz Deutschland“ (BUNDjugend) in ostdeutschen Bundesländern.[1]

Verhältnis Theorie-Gegenstand

Die relevanten Theorien und Vorkenntnisse der Autorin zu dem Thema werden im 3. Kapitel aufgegriffen. Sie untersucht verschiedene Theorien und Erkenntnisse bisheriger Forschungen, dabei legt Sie den Schwerpunkt auf Umweltbewusstseins- und Umweltverhaltensforschungen (K.3.1.1/S.12 ff.) und bringt diese in Bezug auf ihre Studie. Der Untersuchungsgegenstand in der Studie ist das Ermitteln der Faktoren, welche die ostdeutschen jugendlichen in Bezug auf die Umwelt motivieren. C. Fischer erklärt in ihrer Studie „Die Grounded Theory nach Glaser, Strauss und Corbin.“ (K.4.2.1/ S.111-115) und darauf folgend modifiziert sie diese Theorie auf ihre Studie.

Fragestellung, Forschungsperspektiven

Die Studie wird schon mit einer Fragestellung eingeleitet, welches lautet: „Was treibt Jugendliche heute an, sich in einem Umweltverband zu engagieren?“ (S.1)

Um zur endgültigen Fragestellung zu gelangen, wird die erst genannte ausdifferenziert und präzisiert, durch das Vorwissen der Autorin im Projekt: „„Umweltängste von Jugendlichen in den neuen Bundesländern“ der „Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.“ (BUNDjugend).“ (S.3) und der kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Theorien.

Die vertiefte Fragestellung wird wie folgt formuliert: „Welches sind die subjektiven Gründe, Anreize und Motive ostdeutscher Jugendlicher für ihr Engagement in einem Umweltverband? Wie werden sie in Interaktionen konstruiert? In wel- che sozialen Kontexte sind sie eingebettet und wie gestalten die Jugendlichen diese Kontexte selber mit? Welche Entwicklungen finden dabei im Laufe der Zeit statt?“(S.105)

Um die Fragestellung auf ihre Komponenten aufzuschlüsseln wird diese in 4 Teilfragen aufgeteilt und dazu werden jeweils einzelne Aspekte genannt, welche bei der Beantwortung der Frage beachtet werden sollen.

Annäherung ans Feld

Wie oben schon erwähnt hatte C. Fischer Vorwissen über das Thema durch die Mitarbeit im NBL-Projekt. Die Mitarbeit mit der Autorin des Projektes verhalf ihr zu Kontaktaufnahme zu den Jugendumweltgruppen. Eine weitere Hilfe war ihr der Projektkoordinator.

Die Befragten sollten Jugendumweltgruppen auf Ortsebene sein, da vermutet wird, dass die Einstiegsphase und deren Entwicklung besser mitverfolgt werden kann. Als Interviewerin versucht sie eine Vertrauensbasis aufzubauen, damit ein Dialog zwischen den Forschenden und den Beforschten entsteht. Es sollen Ergebnisse aus gemeinsamen Argumentationsprozessen hergestellt werden. Die Beforschten, hier in der Studie die Jugendumweltgruppen, sollen damit Kompetenzen erwerben und in die Lage versetzt werden „Wissenschaft ebenso wie politische Herrschaft zu demystifizieren“(S.109).

Sammlung der Daten

Insgesamt wurden in der Studie vier Gruppen aus den Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, zwei Einzelpersonen aus Brandenburg und drei Expertinnen interviewt(S.131). Die Suche nach den, anfänglich geplanten drei, letztlich vier Gruppen begann 1996.

Sample Umfang sollte sein, drei Wellen über ein Jahr in jeder einzelnen sollte eine „Gruppendiskussion kombiniert werden mit Einzelinterviews mit mehreren Gruppenmitgliedern“(S.129), doch dies musste aufgrund von Verzögerungen ergänzt werden, durch das theoretische Sampling.

Diese Verzögerungen waren z.B.: Schwierigkeiten bei Terminvereinbarungen, kaum Gruppen auf Ortsebene, instabile Gruppen und bei einem Fall zu junge Gruppenmitglieder die bei Gruppeninterviews zu schüchtern waren. Daher wurde der Erhebungszeitraum auf insgesamt etwa anderthalb Jahre (Januar 1997 bis Juli 1998) verzögert( S.131). Weitere Datenquellen waren Gedächtnisprotokolle, wobei auch aufgegriffen wird, dass diese Erinnerungen an die eigene Biographie unzuverlässig sein können (S.145).

Als wichtigste Erhebungstechniken werden teilstrukturierte, problemzentrierte Einzelinterviews und Gruppendiskussionen erachtet, die eine Thematik in den Interviews beinhalten und eher eingegrenzter sind (S.136).

Fixierung der Daten

Alle durchgeführten Interviews von C. Fischer wurden auf Tonband aufgezeichnet, um die Sprecher besser zuordnen zu können wurden Sprachproben von den Interviewten entnommen. Dazu wurden Gedächtnisprotokolle zu den Interviews erstellt (S.136).

Die gesammelten Daten wurden transkribiert, zunächst versuchte sie die externe Transkription, doch musste feststellen, dass dies aufwändiger wurde als die eigene Durchführung (S.149). Sie Beobachtungsprotokolle wurden als sekundäre Datenquelle gemeinsam mit den Transkripten codiert, da sie als Kontext- und Hintergrundwissen hilfreich waren (S148 f.).

Interpretation der Daten

Im Kapitel 5.3 Auswertungstechniken beschreibt C. Fischer die Auswertung der Daten, „Mit dem speziell für qualitative Daten designten Softwarepaket „ATLAS/ti““ (S.140).

Diese computergestützte Technik soll beim Interpretieren der Daten und ihre Auswertung erleichtern sowie Übersicht verschaffen. Mehrere Abbildungen der Arbeit mit der Software legt sie in demselben Kapitel dar und erläutert diese.

Insgesamt codierte sie 3100 Textstellen in 750 Codes, diese wurden in Ober- und Untercodes durch das Netzwerksystem der Software dargestellt. „Dieser Schritt entspricht dem Dimensionalisieren in der Grounded Theory.“(S.142).

Im nächsten Schritt wurden Oberkategorien, welche die „Einflussfaktoren auf die Motivation zum Engagement“(S.143) darstellen sollten, ausgewählt. Dabei entstanden insgesamt 17 Kategorien, welche aus der Kombination mehrerer Codes entstehen. Hier wird die Kategorie: „Ressourcen“ als Beispiel erläutert. Nach der Umstrukturierung waren es insgesamt 12 Kategorien. Als Kernkategorie wird die „Identifikation mit dem Umweltengagement“ festgelegt (S.144).

Wie von C. Fischer schon beschrieben orientiert sie sich am Kodierungs-Modell von Glaser und Strauss(Flick, Uwe, 1991: S.165).

Geltungsbegründung

Forschung als Diskurs

Literatur

[1]Fischer, Corinna (Diss., 2002): “Das gehört jetzt irgendwie zu mir.” - Mobilisierung von Jugendlichen aus den neuen Bundesländern zum Engagement in einem Umweltverband.Eine Fallstudie am Beispiel der BUNDjugend.

Online verfügbar unter: http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/4480/data/Index3.html

[2]Flick, Uwe: Stationen des qualitativen Forschungsprozesses. In: Flick, Uwe (Ed.) ; Kardoff, Ernst von (Ed.) ; Keupp, Heiner (Ed.) ; Rosenstiel, Lutz von (Ed.) ; Wolff, Stephan(Ed.): Handbuch qualitative Sozialforschung : Grundlagen, Konzepte, Methoden und Anwendungen. München : Beltz - Psychologie Verl. Union, 1991.

Zweiter Text: Begründete Einschätzung anderer Analysen

Dritter Text: Endfassung

Kommentare

Diskussion

Saralena Fritzsch und Sabine Kaler, 2014/07/02 21:43

Beurteilung von Tandem 08

Platz 4: Tandem 2 (Version 2014/06/05 23:29)

Bei der Beurteilung der Entwurfsfassung von Tandem 4 ist die Erläuterung der Fragestellung positiv anzumerken, da hier auf den Prozess der Fragestellung eingegangen wurde. Durch die sprachliche Ausdrucksform ist die Entwurfsfassung schwer nachzuvollziehen. Einige Zitate wurden hier verwendet, die in keinem richtigen Zusammenhang stehen und auch nicht begründet oder belegt wurden. Des Weiteren wurde im Punkt „Annäherung an das Feld“ ein Zitat übernommen (S. 109), bei dem der Quellennachweis in der Studie nochmals zitiert, aber anschließend nicht richtig offen dargelegt wurde. Allgemein ist anzumerken, dass die Art und Weise des Zitierens Fehler aufweist. Bei der Forschungsperspektive fehlt zudem der Hinweis, um welche Studie es sich handelt. Bei Abwägung aller setzen wir Tandem 2 auf Platz 4.

Elena Beck und Lucie Schmitt, 2014/07/04 09:43

Platz 5: Tandem 2

Die Absätze in der Textgliederung dienen zur Übersichtlichkeit und zum besseren Lesen des Textes. Das Verhältnis von Theorie und Gegenstand und die Fragstellung sind sehr ähnlich beantwortet, sodass es sinnvoll erscheint, diese zusammenzufassen. Durch sprachliche und grammatikalische Defizite, ist der Inhalt stellenweise schwer nachzuvollziehen. Auf inhaltlich widersprüchliche Textstellen sollte geachtet werden, so wurde zum Beispiel das theoretische sampling nicht korrekt dargestellt. Es wäre vorteilhafter, wenn eine einheitliche Zitationsweise angewendet würde und nochmal genau auf fehlende Quellenangaben geachtet wird. Es sollte nicht vergessen werden, dass Fischers Vorgehen nicht nur beschrieben und aus der Quelle rezitiert werden sollte, sondern auch kritisch hinterfragt werden soll, was bisher kaum stattfindet. Durch die höheren Defizite im Vergleich zu den anderen Studien, bewerten wir diese Analyse mit dem 5. Platz.

Elena Beck und Lucie Schmitt, 2014/07/04 15:15

Die Bewertung bezieht sich auf folgende Version: 2014/06/05 23:29

Svenja Veith und Angela Perkovic, 2014/07/15 21:01

Platz 5 – Tandem 2: (Version 2014/06/05 23:29)

Tandem 2 ist für uns auf dem letzten Platz, da wichtige Punkte nicht thematisiert wurden wie bspw. der Personenschutz oder die Art der Studie. Zwar ist die Einleitung gut gelungen und sie verschafft dem Leser einen Überblick. Außerdem ist uns positiv aufgefallen, dass der Verlauf des Projektes relativ ausführlich beschrieben wird (z.B. bei „Sammlung und Geltungsbegründung der Daten“). Aber der Text ist teilweise schwer zu lesen, da Rechtschreib- und Grammatikfehler enthalten sind. Deshalb geht der Lesefluss oft verloren oder die Sätze werden erst nach mehrmaligem Lesen verständlich. Auch ist die Zitierweise weder einheitlich noch fachlich korrekt (nicht „K.3.1.1/ S. 12 ff.“ oder „S.3“, sondern „vgl. Fischer 2002: S. 3“). Außerdem wurden nach der „Interpretation der Daten“ keine weiteren Punkte behandelt. Wichtig wären noch Themen wie die „Geltungsbegründung“ oder „Forschung als Diskurs“ gewesen. Zusammenfassend kann man sagen, dass es gut ist, dass viele Beispiele und Zitate genannt werden. Ansonsten ist der Text auf Grund von Fehlern an vielen Stellen schwer verständlich und unvollständig. Wichtige Aspekte fehlen und es gibt keinen „richtigen Schluss“. Man könnte meinen, der letzte Teil sei einfach vergessen worden. Da diese Punkte den anderen Tandems insgesamt besser gelungen sind, ist diese Studie für uns auf dem letzten Platz.

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